20 March 2026, 14:30

Rheinland-Pfalz setzt auf Unterwasserturbinen für saubere Energie ohne ökologische Risiken

Wasserkraftwerk mit ausströmendem Wasser, das eine große Wolke bildet, und einer Stromerzeugungsmaschine auf der rechten Seite.

Rheinland-Pfalz setzt auf Unterwasserturbinen für saubere Energie ohne ökologische Risiken

Rheinland-Pfalz baut seine Kapazitäten für erneuerbare Energien mit innovativen Unterwasserturbinen aus. Die als Energyfish bezeichneten Anlagen erzeugen Strom, ohne Flussökosysteme zu beeinträchtigen. Drei Turbinen sind bereits im Rhein in Betrieb, Dutzende weitere sollen in den kommenden Jahren folgen.

Die ersten drei Energyfish-Turbinen wurden in einem Nebenarm des Rheins bei Sankt Goar installiert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Wasserkraftwerken benötigen sie keine Staudämme, sodass Fische ungehindert wandern können. Eine Studie der Technischen Universität München bestätigte, dass die Turbinen für aquatisches Leben unbedenklich sind.

Jede Turbine erzeugt etwa 15 Megawattstunden Strom pro Jahr. Ein Verbund von 100 Anlagen könnte jährlich 1,5 Gigawattstunden liefern – genug, um 450 deutsche Haushalte zu versorgen. Die Systeme arbeiten geräuschlos, fügen sich unauffällig in das Flussbett ein und widerstehen Eis sowie Hochwasser, wenn andere erneuerbare Energien an ihre Grenzen stoßen.

Rheinland-Pfalz ist Vorreiter bei der Energiewende in Deutschland: Bereits 64 Prozent des Strombedarfs werden aus erneuerbaren Quellen gedeckt. Das Land strebt an, die öffentliche Verwaltung bis 2030 klimaneutral zu gestalten und bis 2040 vollständig treibhausgasneutral zu werden. Wasserkraft deckt derzeit rund drei Prozent des deutschen Strombedarfs, doch Innovationen wie Energyfish könnten ihre Bedeutung erhöhen.

Bald sollen 21 weitere Turbinen hinzukommen, insgesamt sind 124 für die zukünftige Nutzung geplant.

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Das Energyfish-Projekt untermauert die Bestrebungen Rheinland-Pfalz' nach nachhaltiger Energie. Mit 124 Turbinen wird die Technologie die regionale Wasserkraft stärken – und das ohne ökologische Kompromisse. Die Fortschritte des Landes passen zu den übergeordneten Zielen, fossile Brennstoffe in den kommenden Jahrzehnten schrittweise abzuschaffen.

Quelle