Rheinmetall mit gemischten Quartalszahlen: Umsatzplus, aber Gewinneinbruch überrascht Anleger
Christina SorgatzRheinmetall mit gemischten Quartalszahlen: Umsatzplus, aber Gewinneinbruch überrascht Anleger
Rheinmetall meldet gemischte Ergebnisse für das erste Quartal: Umsatzwachstum, aber schwächere Gewinne als erwartet
Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall verzeichnete im ersten Quartal ein uneinheitliches Ergebnis: Während der Umsatz stieg, blieben die Gewinne hinter den Erwartungen zurück. Nach Bekanntgabe der Zahlen gaben die Aktien des Unternehmens um über 2 % nach. Trotz des Rücksetzers hielt das Unternehmen an seinen langfristigen Finanzzielen fest.
Die Quartalszahlen zeigten sowohl Fortschritte als auch Rückschläge, darunter ein deutlicher Rückgang bei den Neuaufträgen und ein starker Anstieg des Auftragsbestands. Der Umsatz kletterte auf 1,94 Milliarden Euro – ein Plus von 8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allerdings verfehlte das Unternehmen damit die Analystenerwartungen um 330 Millionen Euro. Das operative Ergebnis stieg um 17 % auf 224 Millionen Euro, lag aber ebenfalls 38 Millionen Euro unter den Prognosen.
Der Gewinn je Aktie aus dem fortgeführten Geschäft betrug 2,18 Euro und verfehlte damit das Konsensziel von 2,70 Euro. Der operative Free Cashflow fiel mit einem Minus von 285 Millionen Euro negativ aus – ein deutlicher Kontrast zum Überschuss von 243 Millionen Euro im Vorjahresquartal.
Die Neuaufträge brachen um 55 % auf 4,90 Milliarden Euro ein, was vor allem auf ungewöhnlich große Aufträge im Vorjahr zurückzuführen ist. Gleichzeitig wuchs der Auftragsbestand um 31 % auf 73 Milliarden Euro – erstmals inklusive des Bereichs Naval Systems.
Für die Zukunft führt Rheinmetall Gespräche mit mehreren Ländern im Nahen Osten über die Lieferung von bis zu zehn Luftabwehrsystemen im Jahr 2025. Zudem plant das Unternehmen gemeinsam mit dem niederländischen Partner Destinus die Produktion von Marschflugkörpern, die voraussichtlich Ende 2026 oder Anfang 2027 anlaufen soll.
Trotz der quartalsbezogenen Herausforderungen bestätigte Rheinmetall seine Ziele für 2026: Ein Umsatz von 14 bis 14,5 Milliarden Euro und eine operative Marge von etwa 19 %.
Die aktuellen Zahlen spiegeln sowohl Wachstum als auch finanzielle Belastungen für Rheinmetall wider. Zwar verbesserten sich Umsatz und Auftragsbestand, doch die verfehlten Gewinn- und Cashflow-Ziele belasteten das Vertrauen der Anleger. Die Expansion in neue Rüstungsaufträge und Partnerschaften bleibt ein zentraler Fokus für die künftige Performance des Unternehmens.






