Schiedsrichter-Chaos beim 1:1 zwischen Bayern und Leverkusen – wer hat recht?
Stefan Trubin"Kein Schwalbe im Leben": Bayern ärgerlich nach Roter Karte für Diaz - Schiedsrichter-Chaos beim 1:1 zwischen Bayern und Leverkusen – wer hat recht?
Bayern Münchens 1:1 gegen Bayer Leverkusen am 14. März 2026 sorgt für Schiedsrichter-Streit
Das Unentschieden des FC Bayern München gegen Bayer Leverkusen am 14. März 2026 löste eine Kontroverse über umstrittene Schiedsrichterentscheidungen aus. Im Spiel gab es zwei wegen Handspiels aberkannte Tore, eine fragwürdige Rote Karte und scharfe Kritik beider Mannschaften nach dem Abpfiff. Auch Bayerns Torhüter Sven Ulreich gehörte zu den Spielern, die die Entscheidungen der Unparteiischen infrage stellten.
In der ersten Halbzeit wurde Leverkusen-Stürmer Jonathan Tah ein Tor in der 26. Minute wegen Handspiels nicht anerkannt. Später, in der 61. Minute, traf es auch Harry Kane vom FC Bayern: Sein Treffer wurde nach VAR-Eingriff ebenfalls annulliert. Beide Entscheidungen sorgten bei den Münchnern für Frust.
In der 74. Minute zeigte Schiedsrichter Christian Dingert Leverkusens Luis Díaz die Gelbe Karte, nachdem dieser Aleix García mit den Stollen ins Gesicht getreten hatte. Zehn Minuten später sah Díaz nach einer Schwalbe die zweite Gelbe – später in Rot umgewandelt. Es war sein erster Gelb-Rot-Platzverweis und die zweite Rote Karte der Saison, nachdem er bereits in der Champions League gegen Paris Saint-Germain des Feldes verwiesen worden war.
Weder Díaz' Mannschaftskollegen noch Leverkusens Trainer Vincent Kompany konnten die Entscheidung nachvollziehen. Kompany nannte sie "irrsinnig" und betonte, "niemand im Stadion" habe die Szene verstanden. Nach Sichtung der Bilder gab Dingert zu, mit der zweiten Gelben Karte einen Fehler begangen zu haben.
Doch nicht nur Díaz' Platzverweis ärgerte die Bayern. Ulreich kritisierte öffentlich die Rolle des VAR bei der Aberkennung von Kanes Tor und verstärkte so das Gefühl der Ungerechtigkeit bei den Gästen.
Am Ende standen beide Teams vor einem Scherbenhaufen an umstrittenen Entscheidungen: Leverkusen verlor zwei Tore durch Handspiel-Entscheidungen, während Díaz' Rote Karte später als Fehlurteil eingestuft wurde. Die Folgen des Spiels ließen sowohl Bayern als auch Leverkusen nach mehr Einheitlichkeit in der Spielleitung verlangen.