Skicross-Legenden Détraz und Lenherr beenden ihre Karrieren nach Idre Fjäll
Franz-Peter SchachtSkicross-Legenden Détraz und Lenherr beenden ihre Karrieren nach Idre Fjäll
Zwei Schlüsselmitglieder des Schweizer Skicross-Teams haben nach dem Weltcup-Finale in Idre Fjäll ihren Rücktritt bekannt gegeben. Romain Détraz, 32, und Jonas Lenherr, 37, hinterlassen ein Erbe aus Podestplatzierungen und Durchhaltevermögen trotz langjähriger Kämpfe mit Verletzungen.
Ihr Abschied markiert einen bedeutenden Einschnitt für die Nationalmannschaft, da beide Athleten sich nun neuen Herausforderungen zuwenden. Romain Détraz blickt auf eine Karriere mit vier Weltcup-Podestplatzierungen zurück, wobei sein einziger Sieg 2016 in Arosa gelang. Chronische Rückenprobleme behinderten jedoch immer wieder seinen Werdegang. Nach den Olympischen Spielen 2026 plant er den Wechsel in die Finanzabteilung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).
Jonas Lenherr, ein Veteran mit 125 Weltcup-Rennen, sicherte sich im Laufe seiner Karriere zwölf Podestplatzierungen und fünf Siege. Er vertrat die Schweiz bei vier Weltmeisterschaften und nahm an den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang teil. Wie Détraz war auch seine Laufbahn häufig von Verletzungen überschattet.
Beide Athleten bestritten ihren letzten Wettkampf beim jüngsten Weltcup-Finale in Idre Fjäll. Mit ihrem Rücktritt schließt sich ein Kapitel des Schweizer Skicross, das Erfahrung und Führungskräfte hinterlässt. Die Schweizer Mannschaft steht nun vor dem Wiederaufbau ohne zwei ihrer erfolgreichsten Sportler. Während Détraz sich auf seine neue Rolle beim IOC konzentriert, beendet Lenherr nach fast zwei Jahrzehnten im Sport seine Karriere. Ihre Leistungen auf dem Schnee und ihre Widerstandsfähigkeit angesichts von Rückschlägen werden Teil der Schweizer Skicross-Geschichte bleiben.






