Strom wird günstiger – doch Gaspreise bleiben ein Risiko für Haushalte
Franz-Peter SchachtStrom wird günstiger – doch Gaspreise bleiben ein Risiko für Haushalte
Deutschlands Energiemarkt zeigt gegensätzliche Entwicklungen: Während die Strompreise sinken, bleiben die Gaspreise unberechenbar. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, hat die Haushalte aufgefordert, ihren Gasverbrauch zu reduzieren. Gleichzeitig führen Überkapazitäten im Stromnetz zu negativen Strompreisen.
Die Strompreise in Deutschland gehen zurück – getrieben durch den wachsenden Anteil günstiger erneuerbarer Energien. Teilweise übersteigt das Angebot die Nachfrage so stark, dass die Preise ins Minus rutschen. Müller schließt regulatorische Maßnahmen nicht aus, etwa den Ausbau von Speicherkapazitäten oder den Wechsel von festen Einspeisevergütungen für Ökostrom hin zum direkten Marktverkauf.
Bei Gas profitieren die meisten Privathaushalte noch von Preisgarantien, die zwölf Monate oder länger gelten. Doch die Behörde warnt: Nachfolgeverträge könnten teurer werden. Müller betonte, dass sich Verbraucher auf mögliche Preiserhöhungen einstellen und gleichzeitig dort sparen sollten, wo es möglich ist.
Die aktuelle Energielage bietet den Verbrauchern ein zwiespältiges Bild: Während Strom dank erneuerbarer Energien voraussichtlich bezahlbar bleibt, könnten die Gaspreise steigen, sobald die Festpreisverträge auslaufen. Die Bundesnetzagentur beobachtet beide Märkte genau und prüft Eingriffe, um die Kosten zu stabilisieren.






