Taylor Swift wehrt sich mit Markenrechten gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme und Bilder
Franz-Peter SchachtTaylor Swift wehrt sich mit Markenrechten gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme und Bilder
Taylor Swift hat rechtliche Schritte eingeleitet, um ihren Namen, ihre Stimme und ihr Bild vor unbefugter Nutzung zu schützen. Ihre Firma reichte im April 2023 drei Markenanmeldungen beim US-Patent- und Markenamt (USPTO) ein. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer Zunahme von KI-generierten Fälschungen, die ihr Abbilder ohne Erlaubnis nutzen.
Die von Swifts TAS Rights Management eingereichten Anmeldungen decken verschiedene Aspekte ihrer Identität ab. Zwei Anträge konzentrieren sich auf Klangmarken für ihre Stimme, darunter die Phrasen "Hey, hier ist Taylor Swift" und "Hey, hier ist Taylor". Ein dritter Antrag zielt auf ein bestimmtes Foto der Sängerin ab, um dessen exklusive Nutzung zu sichern.
Der auf geistiges Eigentum spezialisierte Anwalt Josh Gerben, der die Anmeldungen entdeckte, erläuterte später in einem Blogbeitrag deren Bedeutung. Er deutete an, dass die Marken Swift dabei helfen könnten, ihre Rechte an Name, Bild und Stimme wirksamer zu verteidigen. Historisch betrachtet schützten Marken zwar nicht generell das Abbilder oder die Stimme einer Person, doch dieser Ansatz könnte eine stärkere rechtliche Grundlage gegen den Missbrauch durch KI bieten.
Die Strategie spiegelt einen aktuellen Trend im Unterhaltungsrecht wider. So sicherte sich der Schauspieler Matthew McConaughey im Jahr 2025 acht Markenrechte, darunter eine Klangmarke für seinen ikonischen Spruch "Alles klar, alles klar, alles klar!". Sein Anwaltsteam argumentierte, dass solche Schutzrechte als zusätzliche Verteidigung gegen KI-generierte Nachahmungen dienen.
Swifts Entscheidung fällt nach einer Reihe unbefugter KI-Inhalte, die ihr Abbilder nutzten – von Meta-Chatbots bis hin zu Deepfake-Pornografie. Die Anmeldungen spiegeln die wachsenden Bedenken der Branche wider, die von den Risiken künstlicher Intelligenz ausgehen.
Die Markenanmeldungen bieten Swift ein mögliches rechtliches Instrument gegen den unbefugten Einsatz von KI. Zwar schützen Marken nicht vollständig die allgemeine Persönlichkeit einer Person, doch könnten sie gezielten Schutz für spezifische Elemente bieten. Der Fall könnte einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie Prominente ihre Rechte im digitalen Zeitalter verteidigen.






