29 June 2026, 20:39

VBU warnt vor Reform der Minijobs: "Gefahr für Arbeitnehmer und Wirtschaft"

Minijob-Reform: Badenischer Unternehmensverband fordert Stopp

VBU warnt vor Reform der Minijobs: "Gefahr für Arbeitnehmer und Wirtschaft"

Der Verband Badischer Unternehmen und Organisationen (VBU) hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Pläne zur Reform des Minijob-Systems in Deutschland fallen zu lassen. Die vorgeschlagenen Änderungen würden dem Verband zufolge Arbeitnehmer und Unternehmen in zahlreichen Branchen schaden.

Die Stellungnahme des VBU erfolgte als Reaktion auf die laufenden Diskussionen über eine Neuregelung der geringfügigen Beschäftigung. Zwar steht noch keine endgültige gesetzliche Entscheidung an, doch warnt der Verband vor gravierenden Folgen, falls Minijobs abgeschafft oder eingeschränkt würden. Arbeitnehmer müssten demnach mit einem niedrigeren Nettoeinkommen rechnen, während Unternehmen höhere Kosten, mehr Bürokratie und weniger Flexibilität befürchten müssten.

Minijobs spielen eine zentrale Rolle in Branchen wie dem Handwerk, dem Einzelhandel, der Gastronomie und den sozialen Diensten. Sie ermöglichen es Unternehmen, saisonale Spitzenzeiten und kurzfristige Personalengpässe zu bewältigen. Der VBU betont, dass vor allem Studierende, Rentner, teilzeitbeschäftigte Eltern, Pflegekräfte und Personen mit Nebentätigkeiten stark auf diese Beschäftigungsform angewiesen sind.

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Darüber hinaus weist der Verband darauf hin, dass Minijobs bereits durch Pauschalabgaben erheblich zur Sozialversicherung beitragen. Eine Abschaffung oder Einschränkung würde die Fachkräftesicherung weiter erschweren und die Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen schwächen.

Statt die Reformpläne voranzutreiben, fordert der VBU die Regierung auf, Bürokratie abzubauen und die Belastungen für Unternehmen zu verringern. Der Verband ist überzeugt, dass das bestehende System sowohl Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern gerecht wird – ohne dass tiefgreifende Änderungen notwendig wären.

Quelle