Wer wird Deutschlands nächster Bundespräsident? Union diskutiert über Aigner und Kramp-Karrenbauer
Stefan TrubinWer wird Deutschlands nächster Bundespräsident? Union diskutiert über Aigner und Kramp-Karrenbauer
Die Suche nach Deutschlands nächstem Bundespräsidenten gewinnt an Fahrt, nachdem führende Persönlichkeiten von CDU und CSU mögliche Kandidaten ins Spiel gebracht haben. Markus Söder, Vorsitzender der CSU, hat Ilse Aigner für das Amt vorgeschlagen und damit Diskussionen innerhalb der Unionsfraktion ausgelöst. Gleichzeitig prüft auch die CDU mehrere aussichtsreiche Bewerberinnen und Bewerber für die prestigeträchtige Position.
Söder nannte kürzlich Ilse Aigner, die aktuelle Präsidentin des bayerischen Landtags, als seine Wunschkandidatin. Aigner, ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin, erhält Unterstützung von Sepp Müller, dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Union. Müller bezeichnete sie als integrative und bürgernahe Persönlichkeit – Eigenschaften, die sie seiner Meinung nach für das Präsidentenamt besonders qualifizieren.
Innerhalb der CDU laufen unterdessen Gespräche über weitere mögliche Kandidaten. Annegret Kramp-Karrenbauer, heute Chefin der Konrad-Adenauer-Stiftung, hat bereits Vorsondierungen für das Amt geführt. Auch Philipp Amthor, der CDU-Mitgliedervertreter, sprach sich dafür aus, eine Frau ins Schloss Bellevue zu bringen.
Steffen Bilger, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion, zeigte sich offen für jeden geeigneten Vorschlag. Unterdessen hat auch die Partei von Bundeskanzler Olaf Scholz eigene Aspiranten: Familienministerin Karin Prien gehört zu denen, die Interesse am Präsidentenamt bekundet haben.
CDU und CSU wollen ihre Personalempfehlung für das Bundespräsidialamt im Laufe des Sommers finalisieren. Der Vorschlag Ilse Aigners hat der Debatte um die Nachfolge im höchsten Staatsamt zusätzlich Gewicht verliehen. Mit mehreren Kandidaten in der engeren Auswahl werden die Unionsparteien nun an einer gemeinsamen Empfehlung arbeiten. Die endgültige Entscheidung wird in den kommenden Monaten die Führungsspitze des Landes prägen.






