Windenergie in Dermbach: Bürger protestieren gegen geplante Windvorranggebiete und fordern mehr Mitsprache
Franz-Peter SchachtWindenergie in Dermbach: Bürger protestieren gegen geplante Windvorranggebiete und fordern mehr Mitsprache
In der Gemeinde Dermbach fand am Montag eine öffentliche Versammlung statt, um über Windenergie in der Region zu diskutieren. Rund 100 Teilnehmer waren erschienen, darunter Gemeinderäte und Vertreter einer Bürgerinitiative. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen das geplante Windvorranggebiet W 14 sowie der Teilplan zur Windenergieentwicklung.
Landrat Dr. Michael Brodführer und Bürgermeister Thomas Hugk eröffneten die Diskussion mit der Feststellung, dass Windenergie ein umstrittenes Thema sei. Sie betonten, wie wichtig es sei, in der Debatte sowohl Chancen als auch Risiken abzuwägen.
Der zweite Entwurf des Teilplans sieht 40 neue Windvorranggebiete mit einer Gesamtfläche von etwa 7.483 Hektar vor. Während der Fragerunde äußerten viele Anwesende Bedenken: Sie kritisierten mögliche gesundheitliche Auswirkungen, die Zerstörung des Landschaftsbilds sowie das Fehlen konkreter Bedarfsanalysen für die regionale Energieversorgung. Zudem gab es Fragen zu Speicherlösungen für die gewonnene Energie und zu den als bürokratisch empfundenen Verfahren für Einsprüche und Widersprüche.
Die Bürgerinitiative „Keine Windräder im Wald“ bot den Anwohnern praktische Unterstützung an. Sie erklärte sich bereit, bei der Formulierung und Einreichung offizieller Stellungnahmen und Einsprüche gegen den Plan zu helfen.
Die meisten Rückmeldungen während der Veranstaltung fielen kritisch aus. Die Bürger forderten eine stärkere Einbindung der Öffentlichkeit in die Entscheidungsprozesse. Die Diskussionen zeigten, dass es vor Ort erheblichen Widerstand gibt und klarere Informationen über die Notwendigkeit sowie die Auswirkungen des Projekts benötigt werden.






