07 May 2026, 02:28

Wohnungsnot in Deutschland: Warum Millionen Babyboomer in die Armut rutschen könnten

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Wohnungsnot in Deutschland: Warum Millionen Babyboomer in die Armut rutschen könnten

Deutschland steht vor einer verschärften Wohnungsnot – Millionen Babyboomer droht Altersarmut

Deutschland sieht sich einer immer größeren Wohnungs krise gegenüber, da Millionen Angehörige der Babyboomer-Generation mit geringen Renten in den Ruhestand gehen. Robert Feiger, Vorsitzender der Gewerkschaft IG Bau, warnt, dass bezahlbarer Wohnraum mittlerweile das drängendste soziale Problem des Landes sei. Ohne Gegenmaßnahmen könnten viele Rentner in den kommenden Jahren Schwierigkeiten haben, ihre Miete zu zahlen.

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Etwa 5,1 Millionen Babyboomer in Deutschland werden voraussichtlich weniger als 800 Euro monatlich aus der gesetzlichen Rente erhalten. Das entspricht rund 40 Prozent der Nachkriegsgeneration, die bis 2036 in den Ruhestand geht. Angesichts steigender Mieten befürchten Experten, dass viele in Wohnungsarmut abrutschen könnten.

Bereits jetzt sind über 760.000 Rentner auf Grundsicherungsleistungen angewiesen – das sind etwa 4,3 Prozent aller Ruheständler. Die Lage könnte sich weiter zuspitzen, insbesondere in Nordrhein-Westfalen, wo innerhalb eines Jahrzehnts über eine Million Babyboomer von Wohnungsarmut bedroht sein könnten.

Feiger betont, dass der Ausbau des Wohnungsangebots entscheidend sei. Mehr Neubauten würden nicht nur die Krise abmildern, sondern auch das Wirtschaftswachstum stärken. Er fordert dringende Maßnahmen, um zu verhindern, dass Rentner sich ihre Wohnungen nicht mehr leisten können.

Die Warnung kommt zu einer Zeit, in der die alternde Bevölkerung Deutschlands unter finanzieller Belastung leidet. Hohe Mieten und niedrige Renten drohen, immer mehr Senioren in die Armut zu treiben. Ohne einen deutlichen Anstieg beim Wohnungsbau wird sich das Problem in den nächsten Jahren voraussichtlich weiter verschärfen.

Quelle