11 May 2026, 02:32

Zwickaus VW-Werk kämpft ums Überleben: Chinesische Rettung für die E-Auto-Produktion?

Schwarze und weiße Anzeige für die Louis Eilers Hannover-Herrenhausen-Fabrik, die das Fabrikgebäude mit begleitendem Text zeigt.

Zwickaus VW-Werk kämpft ums Überleben: Chinesische Rettung für die E-Auto-Produktion?

VWs Werk in Zwickau steht vor ungewisser Zukunft: Nachfrage nach den E-Modellen der ID-Reihe bleibt hinter den Erwartungen zurück

Das Volkswagen-Werk in Zwickau, das rund 10.000 Menschen direkt beschäftigt und weitere 30.000 Arbeitsplätze indirekt sichert, kämpft mit einer unsicheren Zukunft. Bereits jetzt gab es Produktionskürzungen und Stellenabbau. Angesichts der schwachen Nachfrage nach den dort gefertigten Elektrofahrzeugen der ID-Baureihe hat Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter nun einen ungewöhnlichen Vorschlag unterbreitet, um den Standort zu retten.

Das Werk in Zwickau wurde 2019 zum rein elektrischen Produktionsstandort umgebaut. Doch die Absatzzahlen der ID-Modelle blieben deutlich hinter den Prognosen zurück, sodass Volkswagen die Produktion drosseln und Personal abbauen musste. Gleichzeitig verschob der Konzern Pläne, das Werk bis zum 1. Januar 2027 vollständig in die eigene Unternehmensstruktur zu integrieren.

Panter schlägt vor, mit einem chinesischen Automobilhersteller zusammenzuarbeiten, um die ungenutzten Kapazitäten der Produktionslinien besser auszulasten. China sei längst kein aufstrebender Markt mehr, sondern führe mittlerweile in Sachen Innovation und industrieller Entwicklung im Bereich der E-Mobilität, betonte der Minister. Für eine solche Kooperation brauche es jedoch klare europäische Regeln und Standards.

Ziel des Vorhabens ist es, Arbeitsplätze zu sichern und den Standort Zwickau langfristig zu erhalten. Angesichts der wachsenden Bedeutung chinesischer Hersteller in der Elektromobilität könnte ein Joint Venture die Lücke schließen, die durch die geringere Nachfrage nach VWs eigenen Modellen entstanden ist.

Der Vorschlag einer Partnerschaft mit einem chinesischen Unternehmen kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Volkswagen nach Wegen sucht, die Produktion in Zwickau zu stabilisieren. Gelingt das Vorhaben, könnten Tausende Arbeitsplätze gesichert werden, die direkt oder indirekt mit dem Werk verbunden sind. Die nächsten Schritte hängen nun von Verhandlungen ab – und davon, ob die europäischen Vorschriften eine solche Zusammenarbeit ermöglichen.

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