1&1 revolutioniert den deutschen Mobilfunkmarkt mit rasantem Wachstum und Klagen gegen Regulierung
Christina Sorgatz1&1 CEO Dommermuth Rules Out Sale to Telefónica - 1&1 revolutioniert den deutschen Mobilfunkmarkt mit rasantem Wachstum und Klagen gegen Regulierung
1&1 baut seine Position auf dem deutschen Mobilfunkmarkt rasant aus
Seit dem Start seines vierten Netzes im Jahr 2024 hat 1&1 seine Präsenz auf dem deutschen Mobilfunkmarkt deutlich ausgebaut. Bis März 2026 stieg der Marktanteil des Unternehmens von unter 1 % auf etwa 5–6 %, während die Konkurrenz kaum Zuwächse verzeichnete oder sogar leichte Rückgänge hinnehmen musste. Nun klagt Unternehmensgründer Ralph Dommermuth gegen eine regulatorische Entscheidung, die seiner Meinung nach etablierte Anbieter ungerechtfertigt begünstigt.
Der Netzausbau von 1&1 schreitet schneller voran als erwartet. Bis Ende 2025 erreichte das Unternehmen eine Abdeckung von 27 % der deutschen Haushalte – und übertraf damit das von der Bundesnetzagentur gesetzte Ziel von 25 %. Dommermuth strebt nun bis Ende 2026 eine Versorgungsquote von 35 % an.
Während Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2 entweder stagnieren oder leichte Verluste hinnehmen mussten, gewann der Newcomer 1&1 etwa 4–5 Millionen Kunden – begünstigt durch wettbewerbsfähige Preise und den Netzausbau. Dennoch liegt das Unternehmen noch weit hinter den drei Marktführern zurück.
Dommermuth hat gegen die Bundesnetzagentur Klage eingereicht. Er wirft der Behörde vor, die Verlängerung niedriger Frequenzbänder ausschließlich an bestehende Anbieter vergeben zu haben, was rechtswidrig sei. Trotz des Streits zeigt er sich offen für pragmatische Zusammenarbeit, etwa beim gemeinsamen Nutzen von Mobilfunkmasten in ländlichen Gebieten.
Gerüchte über einen möglichen Verkauf von 1&1 wies Dommermuth entschieden zurück. Er betonte, langfristig am Netzprojekt festhalten zu wollen, und sieht im vierten Anbieter eine Triebkraft für mehr Wettbewerb, der die Preise für Verbraucher drücken werde.
Der Marktanteil von 1&1 liegt mittlerweile bei etwa 5–6 %, nach nahezu null Prozent vor zwei Jahren. Das Unternehmen baut sein Netz weiter aus und kämpft gleichzeitig gegen regulatorische Entscheidungen vor Gericht. Dommermuths Fokus bleibt auf Wachstum gerichtet – nicht auf einen Verkauf –, während der vierte Mobilfunkanbieter die deutsche Branchenlandschaft neu prägt.






