05 June 2026, 13:14

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Toxische Vorwürfe gegen künstlerische Leitung

Anonymes Schreiben am Fürther Stadttheater: Unterstützung für Intendantin Stolz von innen

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Toxische Vorwürfe gegen künstlerische Leitung

Ein anonymer Brief hat am Stadttheater Fürth für Unruhe gesorgt. Darin wird der künstlerischen Leiterin, Dr. Silvia Stolz, vorgeworfen, ein toxisches Arbeitsklima zu fördern. Das undatierte und namenlose Schreiben behauptet, die Meinung von 25 festangestellten Mitarbeitenden widerzuspiegeln, enthält jedoch keine überprüfbaren Unterschriften.

Trotz der Kontroverse laufen die Vorbereitungen für eine anstehende Premiere wie geplant weiter. Viele Beschäftigte gehen ihrer Arbeit wie gewohnt nach.

In dem Brief wird eine von Angst, Misstrauen und psychischer Belastung geprägte Arbeitskultur unter Stolz’ Führung beschrieben. Ihr Führungsstil habe demnach ein schwieriges Umfeld für die Belegschaft geschaffen. Da keine Namen genannt werden, stellt sich jedoch die Frage nach der Glaubwürdigkeit der Vorwürfe.

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Dr. Silvia Stolz leitet das Theater seit November 2023. Unter ihrer Intendanz verzeichnet die Spielzeit 2024/2025 bereits über 100.000 Besucher:innen und 95.000 verkaufte Tickets. Der Dramaturg Udo Eidinger verteidigte sie und betonte ihre Bemühungen, die Verbindung des Theaters zur Stadt zu stärken und die Zugänglichkeit zu verbessern. Solche anonymen Schreiben gebe es auch an anderen Häusern, erklärte er – der Brief spiegle keinesfalls die Haltung der gesamten Belegschaft wider.

Maurice Schönleben, der theaterverantwortliche SPD-Stadtrat, sprach Stolz öffentlich seine Unterstützung aus. Er räumte ein, dass Veränderungen auf Widerstand stoßen könnten, mahnte aber, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Schönleben lobte die Entwicklung des Theaters seit 2023, das er als moderner, agiler und effizienter bezeichnete.

Der Spielbetrieb läuft unterdessen weiter: Proben und Aufführungen finden wie geplant statt. Die Vorwürfe aus dem Brief bleiben ungeklärt, während sich die Leitung auf die Weiterentwicklung der Institution konzentriert. Dass die Mitarbeitenden ihrer Arbeit weiterhin engagiert nachgehen, deutet darauf hin, dass der Theaterbetrieb – zumindest vorerst – seinen gewohnten Gang geht.

Quelle