Arla übernimmt DMK: Europas größte Molkereigenossenschaft entsteht ohne Auflagen
Stefan TrubinArla übernimmt DMK: Europas größte Molkereigenossenschaft entsteht ohne Auflagen
Die Europäische Kommission hat die Übernahme von DMK durch Arla ohne Auflagen genehmigt. Die Entscheidung folgt einer Prüfung, die keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken im Zusammenhang mit der Fusion feststellte. Nach Abschluss des Deals entsteht die größte Molkereigenossenschaft Europas.
Arla und DMK konkurrieren derzeit um Milchlieferungen von Landwirten in Norddeutschland. Diese Rivalität endet mit dem Zusammenschluss der beiden Genossenschaften. Die Kommission kam jedoch zu dem Schluss, dass Einzelhändler weiterhin über ausreichend Lieferanten für Handelsmarken-Milchprodukte verfügen werden.
Durch die Fusion vereinigen sich Arlas 7.000 Genossenschaftsbauern aus acht europäischen Ländern mit den 4.000 deutschen Mitgliedern von DMK. Arla zahlt seinen Landwirten bereits jetzt einen festen Milchpreis in allen Märkten – ohne Druck zur Senkung der Preise aufgrund begrenzter Alternativen.
Die Reaktionen auf die Entscheidung fallen gemischt aus. Der Deutsche Bauernverband bezeichnete die Fusion als „grundsätzlich positiv“ und hob Arlas starke Exportinfrastruktur hervor. Gleichzeitig äußerte die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) „Empörung“ und warf der Kommission vor, die Interessen der Landwirte zu ignorieren. Auch der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter kritisierte den Deal und verwies auf das fehlende Alternativangebot bei der Milchverarbeitung für die Erzeuger.
Die Fusion wird ohne Einschränkungen voranschreiten. Nach dem Abschluss wird die neue Genossenschaft den europäischen Milchsektor dominieren. Landwirte und Branchenverbände bleiben jedoch uneins über die langfristigen Auswirkungen.






