29 June 2026, 04:27

Aschura-Marsch in Berlin löst Debatte über religiöse Symbolik und Kinderschutz aus

Scharfe Kritik nach Schiademo mit Kindern in Berlin

Aschura-Marsch in Berlin löst Debatte über religiöse Symbolik und Kinderschutz aus

Gedenkmarsch in Berlin zum schiitischen Aschura-Fest löst Kontroverse aus

Eine Demonstration in Berlin anlässlich des schiitischen religiösen Festes Aschura hat für Aufsehen gesorgt. Kinder wurden bei einer Nachstellung einer historischen Entführung eingesetzt, was scharfe Kritik von offizieller Seite auslöste. Die von etwa 600 Menschen besuchte Veranstaltung verlief nach Angaben der Behörden im Übrigen friedlich.

Der unter dem Titel „Aschura-Marsch“ abgehaltene Demonstrationszug fand bei extremer Hitze mit Temperaturen bis zu 40°C statt. Während der Kundgebung wurden Kinder aneinandergebunden und nahmen an einer theatralischen Darstellung der Entführung von Frauen und Kindern teil. Diese Szene wurde jedoch von der zuständigen Einsatzleitung während einer Abstimmung mit den Veranstaltern umgehend verboten. Der Anführer der Demonstration brach die Darstellung daraufhin ab.

Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) verurteilte die Einbindung von Kindern in die Nachstellung scharf. Unterdessen kritisierte das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) die Demonstration als islamistisch und warf ihr vor, Symbole des islamistischen Terrors zu unterstützen. Trotz der Kontroverse fanden Dolmetscher vor Ort keine strafrechtlich relevanten Inhalte.

Aschura ist im schiitischen Islam ein Trauertag zum Gedenken an den Märtyrertod von Imam Hussein, einem Enkel des Propheten Mohammed. Der Marsch sollte Solidarität mit unterdrückten Menschen weltweit zeigen. Mehrere Teilnehmer mussten wegen hitzebedingter Kreislaufprobleme medizinisch versorgt werden.

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Die Demonstration verlief ohne größere Zwischenfälle, stand jedoch wegen der Kinder einbeziehenden Nachstellung in der Kritik. Die Behörden bestätigten, dass es keine strafbaren Handlungen gab. Die Veranstaltung verdeutlichte die Spannungen zwischen religiöser Ausdrucksform und öffentlicher Kritik in der Stadt.

Quelle