29 June 2026, 12:49

Spritpreise in Deutschland: Warum der Treibstoffrabatt nicht alle Autofahrer gleich entlastet

Tankrabatt nicht vollständig an Diesel-Kunden weitergegeben

Spritpreise in Deutschland: Warum der Treibstoffrabatt nicht alle Autofahrer gleich entlastet

Die Treibstoffrabatte in Deutschland haben eine Debatte über deren Wirksamkeit und Kosten ausgelöst. Eine aktuelle Studie des ifo-Instituts verglich die deutschen Spritpreise mit denen in Frankreich, um die Auswirkungen zu bewerten. Die Maßnahme kostete den Staat 1,6 Milliarden Euro, doch die Vorteile kamen nicht in allen Fällen vollständig bei den Verbrauchern an.

Laut ifo-Institut entsprachen die Ersparnisse bei den Premiumkraftstoffen Super E5 und Super E10 fast exakt der Steuerermäßigung. Autofahrer profitierten hier von Preissenkungen um 17 beziehungsweise 16 Cent pro Liter. Dies deutet darauf hin, dass der Rabatt bei diesen Kraftstoffen vollständig weitergegeben wurde.

Bei Diesel war das Bild jedoch weniger klar. Ein Teil der Ersparnisse durch die teilweise Beibehaltung des Dieselrabatts blieb stattdessen bei den Mineralölkonzernen hängen. Die Monopolkommission gelangte in einer eigenen Untersuchung zu einem ähnlichen Ergebnis und stellte fest, dass der Rabatt nicht vollständig an die Verbraucher weitergereicht wurde.

Die Erkenntnisse des ifo-Instituts widersprechen damit den Aussagen des Mineralölwirtschaftsverbands (en2x) zur Weitergabe der Steuerermäßigung. Unterschiede in der Methodik könnten erklären, warum ifo-Institut und Monopolkommission unterschiedliche Weitergabequoten ermittelten.

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Da der Treibstoffrabatt Anfang Juli ausläuft, werden die Spritpreise in Deutschland voraussichtlich wieder steigen. Die Debatte über die Auswirkungen der Maßnahme zeigt, wie unterschiedlich die Ersparnisse auf die verschiedenen Kraftstoffarten verteilt wurden. Angesichts der ungleichen Vorteile gerät nun auch die Effizienz der 1,6 Milliarden Euro teuren Subvention zunehmend in die Kritik.

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