07 April 2026, 08:33

Baden-Württemberg steckt in der längsten Rezession seit 2022 fest

Altes Buch mit einer detaillierten Karte von Frankfurt, Deutschland, das Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, begleitet von Text, der die Karte beschreibt.

Baden-Württemberg steckt in der längsten Rezession seit 2022 fest

Baden-Württembergs Wirtschaft schrumpft zum dritten Mal in Folge – die längste Rezession seit mindestens 2022

Die Wirtschaft in Baden-Württemberg ist nun das dritte Jahr in Folge geschrumpft und durchlebt damit die längste Rezession seit mindestens 2022. Das südwestdeutsche Bundesland belegt damit vorletzten Platz unter den deutschen Ländern, mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent. Nur das Saarland schnitt mit einem Minus von 0,9 Prozent noch schlechter ab.

Die Probleme der Region fallen besonders ins Gewicht, da auch die gesamtdeutsche Konjunktur schwächelt. Während die deutsche Wirtschaftsleistung insgesamt nur um magere 0,2 Prozent wuchs, konnte Baden-Württemberg nicht mithalten. Der für fast ein Drittel der regionalen Wertschöpfung verantwortliche Industriesektor brach real um 2,6 Prozent ein. Auch die Bautätigkeit ging im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Die Dienstleistungsbranche brachte kaum Entlastung: Hier gab es lediglich ein bescheidenes Plus von 0,4 Prozent. Dies folgt auf den Höhepunkt im Jahr 2022, als die Wirtschaftsleistung des Landes bei etwa 667,1 Milliarden Euro lag – fast 15 Prozent der gesamten deutschen Wertschöpfung. Seither hat sich die Schrumpfung verfestigt, ein scharfer Kontrast zu Spitzenreiter Mecklenburg-Vorpommern, das um etwa 1,4 Prozent wuchs.

Langanhaltende Wirtschaftsschwäche führt in der Regel zu höherer Arbeitslosigkeit, mehr Unternehmenspleiten und sinkenden Steuereinnahmen. Umgekehrt stärkt anhaltendes Wachstum meist die Nachfrage nach Arbeitskräften, die Haushaltseinkommen und die öffentlichen Kassen.

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Doch Baden-Württembergs Rezession zieht sich nun ins dritte Jahr – ohne Anzeichen für eine Erholung auf das Niveau von 2022. Industrie und Baugewerbe bleiben unter Druck, während das Wachstum im Dienstleistungssektor minimal ausfällt. Ohne eine Trendwende könnte sich der wirtschaftliche Abschwung weiter verschärfen und die Finanz- sowie Arbeitsmarktprobleme im Land vertiefen.

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