Hitze im Bundestag: Wie die Politik mit Schulgewalt und Cybermobbing kämpft
Claire MühleHitze im Bundestag: Wie die Politik mit Schulgewalt und Cybermobbing kämpft
Im Bundestag ist eine hitzige Debatte über die zunehmende Gewalt an deutschen Schulen entbrannt. Saskia Esken, SPD-Vorsitzende des Bildungsausschusses, bestätigte einen Anstieg von Mobbing und körperlichen Angriffen. Unterdessen fordert die AfD eine strengere Erfassung der Vorfälle und bringt das Problem mit Migration in Verbindung – eine Behauptung, die Esken entschieden zurückwies.
Esken räumte ein, dass mittlerweile fast jeder fünfte Schüler von Cybermobbing betroffen ist. Sie betonte, dass Gewalt oft auf mangelnde Konfliktlösungsfähigkeiten bei Jugendlichen zurückzuführen sei. Auch Polizeidaten zeigen einen deutlichen Anstieg gewalttätiger Vorfälle in allen Bundesländern.
Die AfD, angeführt von der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Beatrix von Storch, verlangte bessere Meldesysteme für Schulgewalt. Die Partei verwies insbesondere auf religiös motiviertes Mobbing und forderte gezielte Gegenmaßnahmen. Ihre Anträge wurden jedoch zur weiteren Prüfung in die Ausschüsse verwiesen, statt sofort umgesetzt zu werden.
Kritik an der Haltung der AfD kam von mehreren Parteien. Vertreter von Union, Grünen und Linken stimmten darin überein, dass Schulgewalt ein ernstes Problem darstelle. Gleichzeitig warfen sie der AfD vor, die Thematik durch die Verknüpfung mit Migration zu vereinfachen. Esken wiederholte, dass gesellschaftliche Faktoren – und nicht Migration – den Trend vorantrieben.
Der Streit lässt die Frage der Schulgewalt vorerst ungelöst. Die Vorschläge der AfD werden nun in den Ausschüssen geprüft, während Esken den Fokus auf die Verbesserung der Konfliktbewältigung in der Bildung legt. Angesichts des Anstiegs von Cybermobbing und körperlichen Übergriffen stehen Schulen und Politiker unter wachsendem Druck, Lösungen zu finden.






