Bayer 04 Leverkusen kämpft um sein Nachwuchsleistungszentrum in Monheim
Franz-Peter SchachtBayer 04 Leverkusen kämpft um sein Nachwuchsleistungszentrum in Monheim
Bayer 04 Leverkusen sucht seit zehn Jahren nach einem Standort für ein hochmodernes Nachwuchsleistungszentrum. Nun hat der Verein Monheim am Rhein als Standort für den neuen Campus ausgewählt. Die Pläne umfassen zehn Fußballplätze, 150 neue Arbeitsplätze sowie Rad- und Joggingwege für die Öffentlichkeit.
Doch das Projekt stößt auf massiven Widerstand in der lokalen Politik. Die regierende Peto-Partei verlor zwar bei den Kommunalwahlen 2025 ihre Mehrheit im Stadtrat, doch die neue Koalition blockiert den Campus weiterhin – mit Verweis auf Klimaschutz und Umweltbedenken. In der Folge hat Bayer 04 seine Pläne bereits mehrfach zurückgestuft: Die Fläche wurde verkleinert, das Design angepasst, um Bedenken zu begegnen.
Simon Rolfes, Sportdirektor des Clubs, betont die Dringlichkeit des Vorhabens. Ohne den Campus sei die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Vereins gefährdet, warnte er. Die aktuelle Version des Projekts sei die kleinstmögliche, die noch den sportlichen und betrieblichen Anforderungen gerecht werde.
Bayer-AG-Chef Bill Anderson bestätigte, dass das Unternehmen die politischen Entwicklungen und Entscheidungen in Monheim genau verfolge. Der Verein besteht darauf, dass der Campus für den langfristigen Erfolg unverzichtbar sei. Doch der politische Widerstand bleibt das größte Hindernis. Ohne Genehmigung schwebt die Zukunft des Leistungszentrums – und damit die Nachwuchsförderung des Clubs – in der Schwebe.
