Daiichi Sankyo investiert eine Milliarde Euro in bayerischen Pharmastandort Pfaffenhofen
Christina SorgatzDaiichi Sankyo investiert eine Milliarde Euro in bayerischen Pharmastandort Pfaffenhofen
Daiichi Sankyo kündigt Milliardeninvestition in bayerischen Standort Pfaffenhofen an
Der japanische Pharmakonzern Daiichi Sankyo hat eine große Erweiterung seines Werks in Pfaffenhofen (Bayern) angekündigt. Das Unternehmen plant, rund eine Milliarde Euro in den Standort zu investieren – eine der größten Einzelinvestitionen in seiner Unternehmensgeschichte.
Das Werk in Pfaffenhofen ist bereits jetzt der größte Produktions- und Forschungsstandort von Daiichi Sankyo außerhalb Japans. Durch die Erweiterung sollen die Kapazitäten in Forschung und Produktion am bayerischen Standort deutlich ausgebaut werden. Ausschlaggebend für die Entscheidung seien unter anderem die starken lokalen Forschungspartnerschaften, gut ausgebildete Fachkräfte und zuverlässige Zulieferer gewesen.
Benoît Creveau, Deutschland-Chef des Konzerns, bestätigte die Investition – trotz Kritik an der jüngsten Gesundheitspolitik der Bundesregierung. Zwar bezeichnete er den Entwurf zur Krankenkassenreform als „enttäuschend“, betonte jedoch gleichzeitig die Bedeutung Deutschlands als zentraler Markt. Daiichi Sankyo, der zweitgrößte Arzneimittelhersteller Japans, erwirtschaftet jährlich einen Umsatz von etwa 11,5 Milliarden Euro.
Die Milliarde Euro fließt in die Stärkung Pfaffhofens als Schlüsselfstandort des Unternehmens und unterstreicht das langfristige Engagement von Daiichi Sankyo in Deutschland. Die Erweiterung soll sowohl die Forschungs- als auch die Produktionskapazitäten in Bayern deutlich erhöhen.
