Behandlungsfehler 2025: TK meldet 14 Prozent mehr Verdachtsfälle als im Vorjahr
Stefan TrubinBehandlungsfehler 2025: TK meldet 14 Prozent mehr Verdachtsfälle als im Vorjahr
Die Techniker Krankenkasse (TK) verzeichnete im Jahr 2025 insgesamt 7.540 Verdachtsfälle von Behandlungsfehlern. Dies entspricht einem Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die steigenden Zahlen haben Forderungen nach mehr Transparenz bei der Aufarbeitung solcher Vorfälle laut werden lassen.
Drei medizinische Fachbereiche machten mehr als die Hälfte aller gemeldeten Fälle aus: Mit 29 Prozent führten operative Eingriffe die Statistik an, gefolgt von Zahnmedizin und Kieferorthopädie mit 17 Prozent. Auf Geburtshilfe und Gynäkologie entfielen 11 Prozent der Verdachtsmeldungen.
Etwa jeder dritte bestätigte Fall führte zu offiziellen Verfahren. Allerdings wies der TK-Experte für Behandlungsfehler, Jonas Petersen, auf eine zentrale Einschränkung hin: Aktuelle Gesetze verbieten es der Krankenkasse, betroffene Patientinnen und Patienten von sich aus zu informieren.
TK-Vorstandsvorsitzender Jens Baas forderte eine stärkere Kultur der Rechenschaftspflicht im Gesundheitswesen und plädierte für ein zentrales Meldesystem, um die Erfassung und Bearbeitung von Behandlungsfehlern effizienter zu gestalten.
Die Daten aus dem Jahr 2025 zeigen eine zunehmende Zahl von Verdachtsfällen in zentralen Fachgebieten. Da rechtliche Hürden eine proaktive Information der Betroffenen verhindern, halten die Rufe nach Reformen an. Die TK-Ergebnisse deuten darauf hin, dass strukturelle Veränderungen notwendig sein könnten, um den Umgang mit solchen Fällen zu verbessern.






