Bergische Kommunen ringen um bessere Seniorenpolitik und Barrierefreiheit
Franz-Peter SchachtBergische Kommunen ringen um bessere Seniorenpolitik und Barrierefreiheit
Vertreter aus fünf bergischen Kommunen trafen sich kürzlich, um über die Herausforderungen zu diskutieren, vor denen ältere Einwohner stehen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen gemeinsame Sorgen in den Bereichen Langzeitpflege, Wohnraum und Barrierefreiheit. Delegationen aus Radevormwald, Mettmann, Haan, Remscheid und Solingen berichteten von ähnlichen Problemen in ihren Städten und Gemeinden.
Die Zusammenkunft diente zudem als Plattform für den Austausch von Lösungsansätzen, wobei der Fokus auf der Förderung eines selbstständigen Lebens und der Verbesserung lokaler Dienstleistungen für Senioren lag.
Ein zentrales Thema war die Barrierefreiheit. Diskutiert wurden der Bedarf an besser gestalteten öffentlichen Räumen sowie inklusive Bezahlmöglichkeiten – sowohl digital als auch traditionell. Zwar gab es Fortschritte, doch waren sich die Teilnehmer einig, dass noch mehr getan werden muss, damit ältere Menschen sich problemlos in ihren Gemeinden bewegen können.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Rolle der Seniorenbeiräte als Bindeglied zwischen Kommunalpolitik und älteren Bürgern. Der Seniorenbeirat in Radevormwald befragt derzeit rund 3.000 ältere Menschen, um detailliertes Feedback zu ihren Bedürfnissen zu sammeln. Die Ergebnisse sollen in die künftige Politikgestaltung einfließen, wobei konkrete Zahlen und spezifische Resultate ähnlicher Umfragen in anderen Städten noch unklar sind.
Die Bergische Runde, die die Veranstaltung organisiert hatte, betonte deren Bedeutung als regionale Koordinationsstelle für Seniorenpolitik. Die Gruppe möchte bewährte Praktiken teilen, etwa die seniorenfreundlichen Verkehrsprojekte in Wuppertal oder die erweiterten ambulanten Pflegedienste in Solingen. Der nächste Bergische Seniorentag findet im April 2028 in Wuppertal statt und steht unter dem Motto "Prävention".
Auch Unterstützungsnetzwerke und Beratungsangebote standen weit oben auf der Agenda. Die Teilnehmer erörterten Wege, um diese Systeme zu stärken und sicherzustellen, dass ältere Menschen die Hilfe erhalten, die sie für ein längeres selbstbestimmtes Leben benötigen. Stadtentwicklung und bürgerschaftliches Engagement rundeten die Gespräche ab, mit besonderem Augenmerk auf die Schaffung altersfreundlicher Gemeinden in der gesamten Region.
Die Veranstaltung bestätigte, dass die Kommunen im Bergischen Land vor nahezu identischen Herausforderungen stehen, wenn es um die Unterstützung ihrer alternden Bevölkerung geht. Zwar gibt es Initiativen wie Umfragen und den Austausch von Politikansätzen, doch bedürfen vor allem konkrete Verbesserungen – insbesondere bei der Barrierefreiheit – noch erheblicher Anstrengungen.
Der nächste Seniorentag 2028 wird eine weitere Gelegenheit bieten, den Fortschritt zu bewerten und Strategien für eine bessere Seniorenbetreuung in der Region zu verfeinern.






