Bielefelds Polizei schützt Radfahrer und E-Scooter-Fahrer mit neuer Verkehrskampagne
Franz-Peter SchachtBielefelds Polizei schützt Radfahrer und E-Scooter-Fahrer mit neuer Verkehrskampagne
Bielefelder Polizei startet Kampagne für mehr Sicherheit von Radfahrern und E-Scooter-Nutzern
Die Bielefelder Polizei hat eine neue Initiative gestartet, um die Sicherheit von Radfahrern und E-Scooter-Fahrern zu verbessern. Zwischen 7:00 und 20:00 Uhr werden Beamte die Kontrollen in der Nähe von Schulen, Kindergärten und Unfallschwerpunkten verstärken. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines deutlichen Anstiegs der Verletzungen unter ungeschützten Verkehrsteilnehmern.
Die Aktion mit dem Titel "Sicher.Mobil.Leben – Zwei Räder im Blick" zielt auf die häufigsten Gefahren ab, denen schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer ausgesetzt sind. Die Polizei wird insbesondere auf ausreichenden Sicherheitsabstand, korrektes Abbiegen sowie die vorgeschriebene Ausstattung von Fahrrädern und E-Scootern achten. Zudem wird gegen riskantes Verhalten vorgegangen – etwa die Nutzung von Smartphones oder das Tragen von Noise-Cancelling-Kopfhörern während der Fahrt.
Aktuelle Zahlen zeigen eine besorgniserregende Entwicklung: Im Jahr 2025 machten ungeschützte Verkehrsteilnehmer 51,3 Prozent aller Verkehrsverletzten aus – ein Anstieg um 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Kinder und Jugendliche waren unter den verunglückten Radfahrern überproportional vertreten, während sich die Zahl der E-Scooter-Unfälle um 82,35 Prozent erhöhte, vor allem in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen. Viele dieser Vorfälle passieren, weil Autofahrer Radfahrer oder E-Scooter-Nutzer zu spät wahrnehmen.
Ziel der Kampagne ist es, das Bewusstsein und die gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer zu stärken. Durch gezielte Kontrollen zu Stoßzeiten und an neuralgischen Punkten hofft die Polizei, vermeidbare Unfälle zu reduzieren. Langfristig strebt sie die "Vision Zero" an – eine Zukunft ohne Todesopfer oder schwere Verletzungen im Straßenverkehr.
Die verstärkten Kontrollen finden bis auf Weiteres täglich statt. Die Behörden betonen, dass bereits einfache Vorsichtsmaßnahmen – wie das Vermeiden von Ablenkung und die Einhaltung der Verkehrsregeln – Leben retten können. Der Erfolg der Aktion hängt dabei von der Zusammenarbeit zwischen Polizei, Autofahrern und den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern ab.






