Eren Dinkçis Tor für Heidenheim wird zur Hoffnung für seine leukämiekranke Freundin
Franz-Peter SchachtEren Dinkçis Tor für Heidenheim wird zur Hoffnung für seine leukämiekranke Freundin
Eren Dinkçi erzielte am Samstag ein entscheidendes Tor für Heidenheim beim 2:0-Bundesliga-Sieg gegen den FC St. Pauli. Der Stürmer widmete diesen besonderen Moment seiner Freundin Cinja, die an Leukämie erkrankt ist und möglicherweise eine Stammzellspende benötigt. Ihre Geschichte hat seitdem Hunderte dazu bewegt, sich als potenzielle Spender registrieren zu lassen.
Dinkçis Treffer in der 72. Minute sicherte Heidenheim drei wichtige Punkte und hielt die Mannschaft damit vorerst aus der Abstiegszone. Nach seinem Tor deutete er zum Himmel und erklärte später, das Tor sei für Cinja gewesen – in der Hoffnung, es würde ihr Kraft und Freude schenken.
Das Paar hat sich offen über Cinjas Diagnose geäußert und nutzt seine Reichweite, um Aufklärung zu betreiben. Gemeinsam mit der Organisation DKMS, die sich gegen Blutkrebs engagiert, werben sie für die Registrierung als Stammzellspender. Auch Heidenheim unterstützte die Kampagne: Bis zum Spiel in Freiburg hatten sich bereits 688 Menschen als potenzielle Spender angemeldet.
Heidenheims Trainer Frank Schmidt lobte Dinkçis Leistung und betonte, wie sehr seine persönliche Geschichte Menschen weltweit berührt habe. Der Spieler und seine Freundin haben mehrfach klargestellt, dass es ihnen nicht um persönlichen Gewinn gehe, sondern darum, anderen Betroffenen von Blutkrebs und -erkrankungen zu helfen.
Der Sieg gegen St. Pauli entlastet Heidenheim zumindest vorübergehend im Abstiegskampf. Gleichzeitig wächst die Zusammenarbeit des Vereins mit DKMS weiter: Hunderte haben sich inzwischen als potenzielle Stammzellspender registrieren lassen. Dinkçis Tor und das Engagement des Paares lenken die Aufmerksamkeit auf eine Sache, die Leben retten kann.






