28 June 2026, 10:21

Bistum Mainz schreibt 87 Millionen Euro Überschuss – dank Pensionsreform und Rücklagenauflösung

Trotz Krise: Bistum Mainz erzielt Millionen-Euro-Gewinn

Bistum Mainz schreibt 87 Millionen Euro Überschuss – dank Pensionsreform und Rücklagenauflösung

Bistum Mainz verzeichnet deutlichen Überschuss für das Haushaltsjahr 2025

Das Bistum Mainz hat für das Haushaltsjahr 2025 einen erheblichen Überschuss gemeldet. Die Kirchensteuer bleibt mit Einnahmen von 224,7 Millionen Euro die wichtigste Finanzquelle. Der Überschuss ergibt sich aus einer einmaligen bilanziellen Anpassung sowie veränderten Pensionsverpflichtungen.

Das Bistum schloss das Jahr 2025 mit einem Überschuss von 87 Millionen Euro ab. Dieser ist vor allem auf eine Anpassung in Höhe von 61,5 Millionen Euro zurückzuführen, die sich aus der Auflösung von Rückstellungen für Pensions- und Sozialleistungen ergab. Der gesamte Überschuss wurde den Rücklagen zugeführt.

Die Kirchensteuer brachte 224,7 Millionen Euro ein. Für 2026 wird ein leichter Anstieg auf 225,7 Millionen Euro erwartet, getrieben durch höhere Kapitalertragssteuern. Gleichzeitig werden Inflation und steigende Kosten die Finanzen weiterhin belasten.

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Der Staat übernimmt künftig einen größeren Teil der Pensionskosten für verbeamtete Lehrkräfte an Privatschulen. Zudem wird eine alternde Belegschaft voraussichtlich zu sinkenden Personalausgaben führen. Langfristig dürften die Einnahmen jedoch zurückgehen, da sich die Demografie verändert und die Zahl der Kirchenmitglieder schrumpft.

Um die Stabilität zu sichern, setzt das Bistum auf die Konzentration auf Kernaufgaben, den Abbau von Dienstleistungen, den Verkauf von Immobilien und die Senkung der Fixkosten.

Die 87 Millionen Euro Überschuss wurden den Rücklagen zugeführt. Die Finanzplanung konzentriert sich nun auf Konsolidierung, um künftigen Herausforderungen zu begegnen. Demografische Entwicklungen und steigende Kosten werden die Strategie in den kommenden zehn Jahren prägen.

Quelle