Brandenburg kämpft mit drastischem Rückgang bei Baugenehmigungen für Wohnungen
Christina SorgatzBrandenburg kämpft mit drastischem Rückgang bei Baugenehmigungen für Wohnungen
Brandenburg verzeichnet seit 2020 einen stetigen Rückgang bei genehmigten Wohneinheiten
Im vergangenen Jahr wurden nur noch 7.962 neue Wohnungen bewilligt – ein Rückgang um 12,1 Prozent im Vergleich zu 2024. Die Landesregierung will nun mit neuen Maßnahmen gegensteuern und die Eigentumsbildung für die Bürgerinnen und Bürger fördern.
Der anhaltende Rückgang bei Baugenehmigungen hat die SPD/CDU-Koalition in Brandenburg zum Handeln veranlasst. Infrastrukturminister Robert Crumbach fordert eine stärkere Unterstützung für Wohneigentümer und plant, die Förderung für selbst genutztes Wohneigentum zu verdoppeln. Im Fokus stehen dabei Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen sowie junge Familien, die ihr erstes Eigenheim bauen möchten.
Trotz des Rückgangs bei den Genehmigungen bleibt der soziale Mietwohnungsbau ein zentraler Bestandteil der Wohnungsbaustrategie des Landes. Gleichzeitig hat sich die Koalition darauf verständigt, Bauprojekte zu beschleunigen, um den Bestand an bezahlbarem Wohnraum zu erhöhen. Ziel ist es, den Erwerb von Wohneigentum zu erleichtern, ohne die Mietoptionen zu vernachlässigen.
Die Situation in Brandenburg steht im Kontrast zu Berlin, wo die Zahl der genehmigten Wohneinheiten 2025 wieder gestiegen ist. Die Landesregierung betont jedoch, dass die neuen Maßnahmen helfen werden, die Lücke zu schließen und den Wohnungsmarkt zu stabilisieren.
Mit erhöhten Fördermitteln und verkürzten Bauzeiten erwartet Brandenburg, dass mehr Bürgerinnen und Bürger von der Wohnraumförderung profitieren können. Die Reformen richten sich sowohl an Käufer als auch an Mieter und sollen den Druck auf dem Markt verringern. Die Behörden werden die Genehmigungszahlen in den kommenden Jahren genau beobachten.






