Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekordmangel an Lehrkräften und Sparzwang
Claire MühleBrandenburgs Schulen kämpfen mit Rekordmangel an Lehrkräften und Sparzwang
Brandenburg steht vor dem härtesten Schuljahr seiner Geschichte
Rekordhohe Schülerzahlen treffen auf den schwersten Lehrkräftemangel, den das Land je erlebt hat. Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) warnte, dass im kommenden Schuljahr keine vollständige personelle Ausstattung garantiert werden könne.
Schon das aktuelle Schuljahr begann mit zu wenigen Lehrkräften – dennoch wurde der Lehrplan vollständig abgedeckt. Doch die Herausforderungen im nächsten Jahr werden weitaus größer sein.
Sparmaßnahmen verschärfen die Krise Der Haushaltsplan 2025 sieht den Wegfall von 345 Vollzeitstellen im Lehrbereich vor. Gleichzeitig wurde die Arbeitsbelastung der Lehrkräfte erhöht: Seit Mitte des Jahres ist eine zusätzliche Pflichtstunde pro Woche vorgeschrieben.
Hoffmann, der erste CDU-Bildungsminister seit über 30 Jahren, hat sich vorgenommen, Lese- und Rechenkompetenzen zu verbessern. Doch bundesweite Trends zeigen wachsende Defizite. Allein in den letzten Jahren schieden rund 38.000 Lehrkräfte dauerhaft aus – durch Pensionierungen oder andere Abgänge. Zwar konnten Brandenburg, Berlin und Sachsen in den vergangenen 15 Jahren Lehrkräfte gewinnen, doch der Mangel bleibt – besonders in Fächern wie Informatik.
Proteste gegen Kürzungen – Schulen bangt um das nächste Jahr Die Haushaltskürzungen haben zu Protesten geführt. Ohne klare Lösungen bereiten sich die Schulen auf ein ungewisses Jahr vor.
Das kommende Schuljahr wird das Bildungssystem Brandenburgs härter auf die Probe stellen als je zuvor. Steigende Schülerzahlen und ein sich verschärfender Personalmangel gefährden den Unterricht in vielen Klassen. Hoffmanns Reformen zielen zwar auf die Schließung von Kompetenzlücken ab – doch die dringendste Aufgabe bleibt, überhaupt genug Lehrkräfte zu finden.






