Brandenburgs Spargelbauern kämpfen mit Rekordkosten trotz guter Ernteaussichten
Stefan TrubinBrandenburgs Spargelbauern kämpfen mit Rekordkosten trotz guter Ernteaussichten
Spargelsaison in Brandenburg hat begonnen – Ernteversprechen, aber wachsende Herausforderungen
In Brandenburg hat die Spargelsaison begonnen, und die Landwirte rechnen in diesem Jahr mit einer üppigen Ernte. Fast 19.000 Tonnen des Edelgemüses sollen 2025 geerntet werden. Doch die Anbauer kämpfen mit steigenden Kosten und wachsender Konkurrenz aus dem Ausland.
Die Preise für Brandenburgs Spargel liegen zu Saisonbeginn hoch – zwischen 15 und 18 Euro pro Kilogramm. Mit fortschreitender Ernte und größerem Angebot dürften sie jedoch auf etwa 10 bis 12 Euro pro Kilogramm sinken. Supermärkte tragen maßgeblich dazu bei, den Preis zu drücken.
In den vergangenen fünf Jahren ist die Anbaufläche für Spargel in der Region um etwa 15 Prozent geschrumpft. 2021 umfasste sie noch rund 1.200 Hektar, doch bis 2025 sank sie auf etwa 1.020 Hektar. Steigende Ausgaben – darunter ein Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde im Jahr 2025 – belasten die Gewinne. Allein die Dieselkosten verursachen bei manchen Erzeugern alle zehn Tage zusätzliche Ausgaben von rund 5.000 Euro.
Hinzu kommt der Wettbewerb mit günstigeren Importen aus Spanien, Mexiko und Griechenland. Der Mindestlohn soll weiter steigen und bis 2027 bei 14,60 Euro pro Stunde liegen – was den Druck auf die Spargelbauern noch erhöhen könnte.
Die Branche in Brandenburg steht vor einer gemischten Saison. Zwar verspricht die Ernte gute Erträge, doch höhere Löhne, Spritpreise und ausländische Konkurrenz werden den Markt prägen. Mit zunehmender Verfügbarkeit des Spargels in den kommenden Wochen dürften die Preise allmählich sinken.






