Brandenburgs Wissenschaftspreise 2026: Nachwuchsforscherinnen und innovative Lehre im Fokus
Christina SorgatzBrandenburgs Wissenschaftspreise 2026: Nachwuchsforscherinnen und innovative Lehre im Fokus
Die Brandenburgischen Wissenschaftspreise 2026 haben herausragende Forschung und Lehre in der Region gewürdigt. Zwei Nachwuchswissenschaftlerinnen erhielten jeweils 20.000 Euro für ihre Arbeit, während vier Lehrpreise à 10.000 Euro innovative pädagogische Ansätze auszeichneten. Wissenschaftsministerin Manja Schüle lobte die Preisträger für ihr interdisziplinäres Denken und ihr Engagement.
Jaya Bharti und Jana Weiß wurden als diesjährige Preisträgerinnen in der Kategorie Nachwuchsforschung ausgezeichnet. Bharti, die auf dem Gebiet der nachhaltigen Chemie forscht, entwickelt Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxid mit deutlich geringerem Energieverbrauch. Ihre Methoden zielen darauf ab, industrielle Prozesse umweltfreundlicher zu gestalten.
Weiß, Literaturwissenschaftlerin, untersucht, wie Klassenidentität und soziale Ungleichheit in der modernen Literatur dargestellt werden. Ihre Arbeit zeigt die Verbindungen zwischen Erzählformen und realen gesellschaftlichen Strukturen auf.
Im Bereich Lehre erhielt die Universität Potsdam einen Preis für ein Seminar, das wirtschaftliche Konzepte über Kinderliteratur vermittelt. Das Programm ermöglicht Studierenden einen leicht verständlichen Zugang zu komplexen finanziellen Themen.
Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde sicherte sich gleich drei Lehrpreise. Zu den prämierten Projekten gehörten Ausbildungsprogramme in Agroforstwirtschaft sowie Bildungsinitiativen zur Nachhaltigkeit, die Studierende auf ökologische Herausforderungen vorbereiten sollen.
Die Preise bieten sowohl Forscherinnen als auch Lehrenden finanzielle Unterstützung. Bharti und Weiß erhalten jeweils 20.000 Euro zur Förderung ihrer Postdoc-Projekte. Die mit 10.000 Euro dotierten Lehrpreise ermöglichen die Weiterentwicklung der ausgezeichneten Kurse und Programme. In ihren Anmerkungen betonte Ministerin Schüle die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit für die akademische Zukunft Brandenburgs.






