27 March 2026, 16:31

Braunschweig setzt auf grüne Fernwärme – Heizkosten sinken ab 2026

Eine Liniengrafik, die den durchschnittlichen Kosten pro Kilowattstunde elektrischer Energie im Bundesstaat im Jahr 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Braunschweig setzt auf grüne Fernwärme – Heizkosten sinken ab 2026

BS Energy macht große Fortschritte bei der Umstellung der Braunschweiger Fernwärme auf erneuerbare Energien

Seit dem Ausstieg aus der Kohlenutzung im April 2024 hat BS Energy den Anteil erneuerbarer Energien in einigen Netzen bis Anfang 2026 auf über 90 Prozent gesteigert. Ab dem 1. April 2026 profitieren Kunden zudem von sinkenden Heizkosten, da der Versorger seine Tarife anpasst.

Im April 2024 stellte BS Energy die Nutzung von Steinkohle zur Energieerzeugung ein. Dieser Schritt ermöglichte es, den Anteil erneuerbarer Energien im Braunschweiger Fernwärmenetz auf nahezu 35 Prozent zu erhöhen. Bis Februar 2026 stieg der Ökostromanteil im Netz EEQ Gliesmarode/Querum auf über 90 Prozent – begünstigt durch die Inbetriebnahme eines zweiten Holzheizkessels. Die Stadt strebt bis 2040 eine vollständige Umstellung auf erneuerbare Fernwärme an und setzt damit die Vorgaben des Niedersächsischen Klimaschutzgesetzes um.

Mit dieser Entwicklung liegt Braunschweig deutlich vor vielen anderen deutschen Städten. Bundesweit liegt der durchschnittliche Anteil erneuerbarer Energien in der Fernwärme bei etwa 18 Prozent – ein Wert, der auch für Hamburg gilt. Während Details zur unvermeidbaren Abwärmenutzung noch unklar sind, übertrifft Braunschweigs Fortschritt die meisten Ballungsräume.

Heizkosten sinken ab April 2026 Ab dem 1. April 2026 zahlen Kunden von BS Energy weniger für ihre Wärmeversorgung. Ein Einfamilienhaus im Tarif BS Fernwärme Klassik spart durch eine Senkung um 2 Prozent jährlich 47 Euro. Bei Mehrfamilienhäusern im Tarif BS Fernwärme Plus reduziert sich die Rechnung um 357 Euro, da der variable Anteil um etwa 4 Prozent sinkt. Die Anpassungen erfolgen im Rahmen der halbjährlichen Preisüberprüfung des Unternehmens, die sich an Referenzwerten der vergangenen sechs bis zwölf Monate orientiert.

Gleichzeitig arbeitet BS Energy an einem Transformationsplan, der Treibhausgasneutralität und den Ausbau des Fernwärmenetzes in Braunschweig vorsieht. Das Vorhaben unterstützt sowohl das bundesweite Gebäudeenergiegesetz, das bis 2030 einen Mindestanteil von 30 Prozent erneuerbarer Energien in der Fernwärme vorschreibt, als auch das Landesziel einer vollständigen Dekarbonisierung bis 2040.

Die Preissenkungen treten am 1. April 2026 in Kraft und entlasten Haushalte sowie größere Gebäude. Mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien in Teilen des Netzes rückt Braunschweig seinem Ziel für 2040 näher. Die zügige Umstellung hebt die Stadt über den Bundesschnitt hinaus, während kontinuierliche Anpassungen die Bezahlbarkeit für die Kunden sichern.

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