Bremerhaven baut Güterbahnhof Speckenbüttel für 56 Millionen Euro massiv aus
Franz-Peter SchachtBremerhaven baut Güterbahnhof Speckenbüttel für 56 Millionen Euro massiv aus
Bahnhof Speckenbüttel im Bremerhavener Hafen wird für steigenden Güterverkehr massiv ausgebaut
Der Güterbahnhof Speckenbüttel in Bremerhaven wird deutlich erweitert, um den wachsenden Frachtanforderungen gerecht zu werden. Das 56-Millionen-Euro-Projekt umfasst den Bau von sieben neuen Gleisanschlüssen sowie die Installation eines modernen elektronischen Stellwerks. Die Modernisierungsmaßnahmen sollen die Abstimmung zwischen Schienen- und Hafenbetrieb verbessern – und das ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs.
Der Bahnhof Speckenbüttel spielt eine zentrale Rolle für die Bremer Häfen: Er bewältigt mehr als die Hälfte des gesamten Container-Hinterlandverkehrs und rund 80 Prozent der RoRo-Ladung (Roll-on/Roll-off), etwa Autos, Landwirtschaftsmaschinen und Militärfahrzeuge. Die bestehenden 16 Gleisanschlüsse sind mittlerweile fast vollständig ausgelastet, was die Erweiterung notwendig macht.
Die neuen Gleise entstehen direkt neben den bestehenden Anlagen, sodass der laufende Güterverkehr nicht beeinträchtigt wird. Ein digitales Stellwerk ersetzt die veraltete Technik und soll die Zugabfertigung beschleunigen sowie Verspätungen reduzieren. Die Bauarbeiten sollen bis Anfang 2028 abgeschlossen sein.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf geschätzte 56 Millionen Euro. Nach Fertigstellung werden die Modernisierungen die Effizienz für Hafen- und Bahnbetreiber steigern. Durch die bessere Koordination sollen Wartezeiten verkürzt und die Umschlaggeschwindigkeiten erhöht werden.
Die Erweiterung erhöht nicht nur die Güterkapazität in Speckenbüttel, sondern modernisiert auch die Abläufe. Die neuen Gleisanschlüsse und das digitale Stellwerk sind darauf ausgelegt, das künftige Wachstum des Bremer Hafenverkehrs zu unterstützen. Die Fertigstellung ist für Anfang 2028 geplant – während der gesamten Bauphase bleibt der bestehende Betrieb unbeeinträchtigt.






