Bundesprogramm verwandelt Büros in bezahlbaren Wohnraum – bis zu 30.000 Euro Förderung pro Wohnung
Christina SorgatzBundesprogramm verwandelt Büros in bezahlbaren Wohnraum – bis zu 30.000 Euro Förderung pro Wohnung
Bundesprogramm fördert Umwandlung von Büros in Wohnraum
Ein neues Bundesförderprogramm soll finanzielle Anreize schaffen, um leerstehende Büroräume in Wohnungen umzuwandeln. Ab Sommer 2026 zielt die Initiative darauf ab, den Wohnraummangel zu lindern und gleichzeitig energetische Sanierungen zu fördern. Bisher gibt es in keinem Bundesland ein vergleichbares Programm.
Im Rahmen von Gewerbe zu Wohnen werden Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit gewährt. Die Mittel müssen nicht zurückgezahlt werden, doch die maximale Förderung pro Unternehmen ist auf 300.000 Euro begrenzt. Voraussetzung ist, dass die Umbauten den Standard Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien erfüllen.
Fachleute gehen davon aus, dass durch das Programm tausende neue Wohnungen in Großstädten entstehen könnten. Allein in den sieben größten deutschen Städten ließe sich aus ungenutztem Büroraum Platz für rund 11.000 Wohnungen schaffen. Unter optimalen Bedingungen wären bundesweit bis zu 60.000 Wohnungen in Ballungsräumen denkbar.
Allerdings sind Umbauten von Büros zu Wohnungen oft mit hohen strukturellen Kosten verbunden. Die in den letzten Jahren gestiegenen Baupreise haben solche Projekte für Investoren zudem weniger attraktiv gemacht. Ob das Programm Erfolg hat, hängt davon ab, ob die Fördergelder diese finanziellen Hürden ausgleichen können.
Die Initiative verfolgt drei zentrale Ziele: die Leerstandsquote zu senken, das Wohnungsangebot zu erweitern und klimafreundliche Gebäudesanierungen zu fördern. Bei flächendeckender Umsetzung könnte sie das städtische Wohnen neu prägen und den Druck auf den Wohnungsmarkt verringern. Die ersten Fördermittel sollen Mitte 2026 bereitstehen.






