Bundesregierung plant strengere Regeln für soziale Medien bei Kindern
Christina SorgatzBundesregierung plant strengere Regeln für soziale Medien bei Kindern
Die deutsche Bundesregierung bereitet strengere Regeln für die Nutzung sozialer Medien durch Kinder und Jugendliche vor. Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hat ihre Unterstützung für die Pläne erneut bekräftigt. Eine endgültige Entscheidung soll nach den Empfehlungen einer Expertenkommission fallen, die im Juni erwartet werden.
Priens Vorschlag zielt darauf ab, Schutz und Teilhabe in Einklang zu bringen. Sie betont, dass neue Maßnahmen junge Menschen befähigen sollen, ohne ihre Sicherheit im Netz zu vernachlässigen. Eine stärkere elterliche Verantwortung und eine bessere Medienkompetenz sind weitere zentrale Elemente ihres Ansatzes.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte zuvor ein vollständiges Verbot sozialer Medien infrage gestellt. Stattdessen hob er die Bedeutung von Aufklärung für Eltern und Kinder über digitale Risiken hervor. Prien hat sich inzwischen seiner Position angeschlossen und setzt ebenfalls auf eine verbesserte Medienbildung als Teil der Lösung.
Die Regierung wird den Bericht der Expertenkommission im Juni abwarten, bevor sie einen Gesetzesentwurf ausarbeitet. Das endgültige Maßnahmenpaket soll Bedenken Rechnung tragen, ohne übermäßig restriktive Vorschriften einzuführen.
Die geplanten Änderungen hängen von den Erkenntnissen der Expertenkommission im nächsten Monat ab. Falls verabschiedet, könnten die neuen Regeln den Zugang und die Nutzung sozialer Medien durch junge Menschen in Deutschland grundlegend verändern. Auch Eltern und Pädagogen könnten durch die aktualisierten Leitlinien neue Pflichten übertragen bekommen.






