Bundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse durch neues Gesetz
Christina SorgatzBundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse durch neues Gesetz
Der Bundestag hat ein neues Gesetz verabschiedet, um die Anerkennung ausländischer Abschlüsse im Gesundheitsbereich zu beschleunigen. Der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eingebrachte Entwurf zielt darauf ab, bürokratische Hürden für Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen mit ausländischer Ausbildung abzubauen. Die Vorlage erhielt am Donnerstag die Zustimmung der Regierungskoalition und der Grünen.
Das Gesetz führt einheitliche Standards und digitale Verfahren ein, um die Anerkennung zu vereinfachen. Künftig können Bundesländer die Sprachkenntnisse von Bewerberinnen und Bewerbern aus Drittstaaten bereits vor Abschluss ihrer Berufsausbildung prüfen. Diese Neuerung soll Verzögerungen und den Verwaltungsaufwand für Antragstellende wie Behörden verringern.
Bevor das Gesetz in Kraft tritt, muss noch der Bundesrat zustimmen. Bei einer Verabschiedung würde es am 1. November 2026 in Kraft treten. Während der Abstimmung lehnte die AfD den Entwurf ab, die Linke enthielt sich.
Ministerin Warken betonte, die Reform entlaste den Personalmangel im Gesundheitswesen, indem sie qualifizierten Fachkräften den Berufseinstieg in Deutschland erleichtere und beschleunige. Zudem sorgt das Gesetz für einheitliche Verfahren in allen Bundesländern und beseitigt so die bisherigen Unterschiede im System.
Das neue Gesetz ermöglicht eine schnellere Integration von im Ausland ausgebildeten Gesundheitsfachkräften in das deutsche System. Durch Standardisierung und Digitalisierung der Prozesse fallen Hindernisse weg, die bisher die Anerkennung verzögerten. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Bundesrat, bevor die Umsetzung Ende 2026 erfolgt.






