Bundeswehr reformiert Reservistendienst: Altersgrenze steigt auf 70 Jahre
Christina SorgatzBundeswehr reformiert Reservistendienst: Altersgrenze steigt auf 70 Jahre
Verteidigungsminister Boris Pistorius stellt am Mittwoch eine neue Reservistenstrategie vor. Der Plan sieht weitreichende Änderungen bei der Verwaltung und Ausbildung der Reservisten vor. Ein zentraler Vorschlag ist die Anhebung der Altersgrenze für den Dienst von 65 auf 70 Jahre.
Das bevorstehende Reservistenstärkungsgesetz, das noch in diesem Sommer verabschiedet werden soll, zielt darauf ab, erfahrene Reservisten besser einzubinden. Beamte argumentieren, dass Menschen durch die steigende Lebenserwartung und das höhere Renteneintrittsalter länger fit bleiben. Die Strategie fordert zudem verbesserte Ausbildungsprogramme und Ausstattung, um sicherzustellen, dass Reservisten eine sinnvolle Vorbereitung erhalten.
Bisher konnten Arbeitgeber Einspruch einlegen, wenn Reservisten zu Übungen einberufen wurden. Nach dem neuen Plan entfällt dieses Recht – damit endet das Prinzip der freiwilligen Teilnahme. Stattdessen soll eine jährliche Planung festlegen, wie viele Reservisten jährlich für die Ausbildung benötigt werden.
Die Reformen richten sich auch an Reservisten beider Altersgruppen. Jüngere erhalten bessere Unterstützung, während ältere – nun bis 70 Jahre diensttauglich – mehr Möglichkeiten bekommen, ihre Fähigkeiten einzubringen.
Die Änderungen geben dem Militär mehr Kontrolle über die Verfügbarkeit der Reservisten. Arbeitgeber können Einberufungen nicht mehr blockieren, und ältere Reservisten mit Berufserfahrung sollen eine größere Rolle spielen. Die Strategie wird finalisiert, sobald das Reservistenstärkungsgesetz in den kommenden Monaten eingeführt wird.






