Mainz kämpft gegen Wohnungsnot: 7.100 fehlende Wohnungen und steigende Mieten
Christina SorgatzMainz kämpft gegen Wohnungsnot: 7.100 fehlende Wohnungen und steigende Mieten
Mainz steckt in einer sich verschärfenden Wohnungsnot – die Bevölkerung wächst, doch der Wohnraum wird knapper
Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz kämpft mit einer immer dramatischeren Wohnungskrise. Bereits 2024 fehlten rund 7.100 Wohnungen, und Forscher prognostizieren, dass die Nachfrage bis 2035 weiter steigen wird. Angesichts stark steigender Mieten und Immobilienpreise setzen die Behörden nun auf neue Baugebiete, um die Lage zu entspannen.
Die Wohnungsnot in Mainz hat sich in den vergangenen zehn Jahren zugespitzt. Seit 2015 sind die Angebotsmieten um 40 Prozent gestiegen und lagen 2024 im Schnitt bei 14 Euro pro Quadratmeter. Auch die Kaufpreise für Wohnungen zogen kräftig an: Eigentumswohnungen kosten mittlerweile 4.030 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von 48 Prozent im gleichen Zeitraum.
Der Mainzer Wohnungsmarkt wird nach wie vor von Mietwohnungen dominiert: Fast 70 Prozent der 121.800 Wohneinheiten sind vermietet. Der Großteil davon entfällt auf Mehrfamilienhäuser, die 73 Prozent des Bestands ausmachen. Rund 80 Prozent der Haushalte bestehen aus ein oder zwei Personen, was den Druck auf kleinere Wohnungen zusätzlich erhöht.
Trotz laufender Bauprojekte fehlten 2024 noch immer 7.100 Wohnungen, um die Nachfrage zu decken. Da bis 2035 mit weiteren 4.000 Haushalten gerechnet wird, setzen die Verantwortlichen nun auf neu ausgewiesene Baugebiete, um die Lücke zu schließen.
Doch von einer Entspannung ist die Stadt noch weit entfernt. Steigende Mieten, explodierende Immobilienpreise und eine wachsende Bevölkerung werden die Nachfrage weiter anheizen. Neue Bauflächen könnten zwar etwas Abhilfe schaffen – doch die Kluft zwischen Angebot und Bedarf bleibt beträchtlich.






