02 April 2026, 16:35

CDU-Politiker Bommert tritt nach NS-Video-Skandal von Ausschussvorsitz zurück

Menschenmenge mit Fahnen und Schildern vor dem Brandenburger Tor, mit einer Fahne auf der rechten Seite.

CDU-Politiker Bommert tritt nach NS-Video-Skandal von Ausschussvorsitz zurück

Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Brandenburg, ist nach der Veröffentlichung eines Videos in die Kritik geraten, das eine Veranstaltung mit restaurierten Militärfahrzeugen aus der NS-Zeit zeigt. Die auf seinem Instagram-Account geteilten Aufnahmen zeigten Uniformierte, die auf historischen Wehrmacht-Motorrädern fuhren. Der Vorfall führte zu disziplinarischen Maßnahmen und seinem Rücktritt von einem wichtigen Ausschussvorsitz.

Das inzwischen gelöschte Video löste umgehend Empörung aus. Bommert weigerte sich zunächst zu Stellung zu nehmen, räumte später jedoch ein, die Veröffentlichung sei ein Fehler gewesen. In der Folge gab er den Vorsitz im Wirtschaftsausschuss des Landtages ab.

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Die CDU reagierte prompt und erteilte ihm einen offiziellen Verweis. Die Partei verzichtete jedoch darauf, ihn aus seinen weiteren Ämtern zu entbinden. Der Fraktionsvorsitzende Steeven Bretz verurteilte sowohl den Inhalt des Videos als auch dessen Verbreitung. Er kündigte eine interne Prüfung sowie ein persönliches Gespräch mit Bommert an.

Es ist nicht das erste Mal, dass Bommert für Aufsehen sorgt. Bereits zuvor war er für einen WhatsApp-Status kritisiert worden, in dem er seine Lieblingspolitiker nannte – darunter auch Vertreter konkurrierender Parteien wie Robert Habeck und Olaf Scholz. Der aktuelle Vorfall befeuert die anhaltenden Debatten innerhalb der CDU über den Umgang mit historischer Verantwortung, insbesondere nach jüngsten Kontroversen um andere Parteimitglieder.

Aktuelle Streitfälle, etwa die Äußerungen Friedrich Merz' aus dem Jahr 2026 zur Remigration oder geleakte Chatverläufe zwischen EVP und AfD, haben die Spannungen zusätzlich verschärft. Diese Ereignisse haben die Diskussionen über Migration, EU-Beziehungen und den Kurs der Partei gegenüber rechtsextremen Strömungen weiter angeheizt.

Bommerts Rückzug aus dem Wirtschaftsausschuss ist die erste direkte Konsequenz der Videoveröffentlichung. Die CDU betonte zwar ihre Distanz zu den Inhalten, verzichtete jedoch auf weitere Sanktionen. Der Fall wird nun intern aufgearbeitet; Bretz wird sich in einem persönlichen Gespräch mit Bommert befassen.

Quelle