CDU will Einbürgerung erschweren: Doppelte Staatsbürgerschaft fast unmöglich
Christina SorgatzCDU will Einbürgerung erschweren: Doppelte Staatsbürgerschaft fast unmöglich
Zwei führende CDU-Politiker haben weitreichende Änderungen des deutschen Staatsangehörigkeitsrechts vorgeschlagen. Roman Poseck und Alexander Throm fordern strengere Regeln bei der doppelten Staatsbürgerschaft sowie längere Mindestaufenthaltszeiten. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, die Einbürgerung in Deutschland deutlich zu erschweren.
Poseck spricht sich dafür aus, die doppelte Staatsangehörigkeit auf absolute Ausnahmefälle zu beschränken. Seiner Ansicht nach schwächt ein zweiter Pass die Integration und mindert die Verbundenheit mit der deutschen Staatsbürgerschaft. Zudem pocht er auf gründliche Prüfungen jedes Einbürgerungsantrags.
Alexander Throm hat mehrere Reformen vorgelegt. Er schlägt vor, die reguläre Mindestaufenthaltsdauer von sechs auf acht Jahre anzuheben, bevor ein Antrag gestellt werden kann. Bewerber müssten zunächst eine Niederlassungserlaubnis erwerben, ehe sie die Einbürgerung beantragen können. Throm regt zudem an, anerkannte Flüchtlinge mit Schutzstatus von der Einbürgerung auszuschließen.
Beide Politiker wollen die grundsätzliche Zulässigkeit der doppelten Staatsbürgerschaft abschaffen. Ihre Initiativen deuten auf eine Verschärfung der Einbürgerungsvoraussetzungen in Deutschland hin.
Falls die Pläne umgesetzt werden, würde die deutsche Staatsangehörigkeit schwerer zu erlangen sein. Die Aufenthaltszeiten würden sich verlängern, und die doppelte Staatsbürgerschaft wäre künftig nur noch in seltenen Fällen möglich. Zudem entstünden für Flüchtlinge, die die Einbürgerung anstreben, zusätzliche Hürden.






