Deepfakes täuschen selbst Piers Morgans Mutter – wie KI die Medienwelt erschüttert
Stefan TrubinDeepfakes täuschen selbst Piers Morgans Mutter – wie KI die Medienwelt erschüttert
KI-generierte Deepfakes haben neue Besorgnis ausgelöst, nachdem sowohl Piers Morgan als auch Katherine Jenkins Opfer überzeugender Fälschungen geworden sind. Der Vorfall eskalierte, als Morgans Äußeres online nachgeahmt wurde – selbst seine eigene Mutter ließ sich täuschen. Gleichzeitig hat ein viel diskutiertes Einreiseverbot für die Kommentatoren Cenk Uygur und Hasan Piker in das Vereinigte Königreich die Debatten über Meinungsfreiheit und digitale Authentizität weiter angeheizt.
Erst kürzlich entdeckte Morgan KI-erstellte Clips, die in sozialen Medien kursierten und fälschlicherweise behaupteten, aus seiner Sendung Uncensored zu stammen. Seine Mutter, die eines dieser Videos gesehen hatte, konnte den Unterschied zum echten Material nicht erkennen. Auch Jenkins gab zu, kurzzeitig von ähnlichen Inhalten auf Plattformen wie TikTok getäuscht worden zu sein.
Morgan äußerte sich seitdem besorgt über die Gefahren der Deepfake-Technologie, zeigt sich aber – zumindest vorerst – überzeugt, in Debatten weiterhin besser als KI abzuschneiden. Die Diskussion erhielt zusätzliche Aufmerksamkeit, als er die SXSW London kritisierte, weil diese den YouTube-Kommentator Cenk Uygur nicht in Schutz nahm, nachdem die britische Regierung ihm und seinem Neffen Hasan Piker die Einreise verweigerte. Die Behörden stuften ihre Anwesenheit als „nicht förderlich für das öffentliche Wohl“ ein.
Die SXSW London, die in dieser Woche über 800 Redner, Künstler und Filmvorführungen präsentiert, bekräftigte indes ihr Bekenntnis zur Meinungsfreiheit. Die Veranstalter betonten, sie unterstützten Morgans Recht, die Konferenz zu kritisieren – selbst als er ihre Haltung zur Ausgrenzung Uygurs infrage stellte.
Die Verbreitung KI-generierter Clips hat Persönlichkeiten wie Morgan und Jenkins wachsamer gegenüber digitaler Täuschung werden lassen. Da Deepfakes immer schwerer zu erkennen sind, nehmen die Sorgen vor Fehlinformationen und die Diskussionen über Meinungsfreiheit weiter zu. Gleichzeitig bleibt die britische Entscheidung, Uygur und Piker die Einreise zu verweigern, ein umstrittenes Thema in der breiteren Debatte über Ausdrucksfreiheit und öffentliches Interesse.






