Jugendbad Burgfarrnbach droht nach jahrzehntelanger Tradition die endgültige Schließung
Franz-Peter SchachtJugendbad Burgfarrnbach droht nach jahrzehntelanger Tradition die endgültige Schließung
Jugendbad Burgfarrnbach in Fürth steht vor endgültiger Schließung
Das Jugendbad Burgfarrnbach, ein Freibad in Fürth, könnte für immer schließen. Am 10. Juni 2026 beraten Stadtverantwortliche über seine Zukunft, nachdem steigende Sanierungskosten und rückläufige Besucherzahlen die Sorgen verstärken. Die Anlage, die sich an Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre richtet, blieb in dieser Saison wegen schwerer Schäden geschlossen.
In den vergangenen Jahren kämpfte das Bad mit sinkenden Besucherzahlen. 2025 nutzten es nur noch 275 Gäste, was der Stadt netto 38.500 Euro kostete. Zudem leidet das Wassersystem unter erheblichen Verlusten – vermutlich durch ein geplatztes Rohr oder ein großes Leck seit der letzten Saison.
Wichtige Infrastruktur wie Wasseraufbereitungsanlagen und Umwälzpumpen sind inzwischen defekt oder unzuverlässig. Eine Wiedereröffnung würde laut infra fürth mindestens 165.000 Euro für Reparaturen erfordern. Aktuell verfügt das Bad über ein unbeheiztes 8x20-Meter-Becken, eine 1.000 Quadratmeter große Liegewiese, Umkleiden und Sanitäranlagen.
Trotz des desolaten Zustands setzt sich die CSU für den Erhalt ein und bezeichnet das Bad als wichtigen sozialen Treffpunkt für Kinder und Jugendliche aus der Region. Der Zugang bleibt auf junge Besucher und ihre Begleitpersonen beschränkt.
Der Finanz- und Verwaltungsausschuss wird im kommenden Monat über das Schicksal des Bades entscheiden. Bei einer Schließung spart die Stadt zwar Sanierungskosten, verliert aber eine langjährige Gemeinschaftseinrichtung. Die Entscheidung wird zeigen, ob das Jugendbad Burgfarrnbach wiedereröffnet – oder endgültig geschlossen wird.






