21 March 2026, 20:31

Der "Tag von Potsdam" 1933: Wie ein Händedruck die Weimarer Republik beendete

Denkmal vor einer Kirche mit einem Kreuz, umgeben von Bäumen und einer Mauer, gewidmet den deutschen Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg starben.

In der Garnisonkirche: Gedenkfeier zum 'Tag von Potsdam' - Der "Tag von Potsdam" 1933: Wie ein Händedruck die Weimarer Republik beendete

Der "Tag von Potsdam" am 21. März 1933 zählt zu den prägendsten Momenten der deutschen Geschichte. Er markierte den symbolischen Übergang von der Weimarer Republik zur nationalsozialistischen Herrschaft. Bei der Veranstaltung in der Potsdamer Garnisonkirche kam es zum berühmten Händedruck zwischen Reichskanzler Adolf Hitler und Reichspräsident Paul von Hindenburg – eine Geste, die in die Geschichtsbücher einging.

An jenem Tag trafen Hitler und Hindenburg in einer sorgfältig inszenierten Zeremonie zusammen. Ihr Händedruck vor der Garnisonkirche wurde zum ikonischen Bild – ein Symbol für das Bündnis zwischen den alten konservativen Eliten und der aufstrebenden NS-Bewegung. Historiker betrachten das Ereignis heute als Geburtsstunde des "Dritten Reichs".

Die Garnisonkirche selbst blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, sprengten die DDR-Behörden ihre Ruinen 1968 schließlich mit Dynamit. Seit 2026 läuft ein originalgetreuer Wiederaufbau, einschließlich der Turmkuppel. Doch das Projekt ist umstritten – vor allem wegen der Verbindung der Kirche mit dem "Tag von Potsdam".

Kritiker, insbesondere aus dem linken Spektrum, werfen dem Vorhaben vor, einen Ort mit NS-Propaganda-Verbindung zu verherrlichen. Selbst einige SPD-Politiker lehnten die Pläne zunächst ab. Befürworter, darunter ein 2004 gegründetes evangelisches Kirchenbündnis, verteidigen die Rekonstruktion als Akt der historischen Bewahrung. Trotz der Kontroversen findet hier heute jährlich eine Gedenkveranstaltung statt, die an die Ereignisse von 1933 erinnert.

Der "Tag von Potsdam" bleibt ein zentraler Bezugspunkt in der Auseinandersetzung mit Deutschlands Vergangenheit. Der Wiederaufbau der Garnisonkirche sichert das Erbe des Ortes – doch die Deutungen bleiben umstritten. Jahr für Jahr mahnen die Gedenkfeiern in der Kirche den Übergang von der Demokratie in die Diktatur im Jahr 1933.

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