16 March 2026, 16:39

Deutsche Bahn drohen massive Zugstreichungen in Bayern wegen marodem Schienennetz

Eine alte Karte des Basel-Strasburg-Gebiets in Deutschland, die Text und Linien zeigt, die den Verlauf der Bahnstrecke markieren.

Marode Bahn: Zugstreichungen in der Diskussion - Deutsche Bahn drohen massive Zugstreichungen in Bayern wegen marodem Schienennetz

Die Deutsche Bahn erwägt massive Zugstreichungen in Bayern aufgrund des maroden Schienennetzes in der Region. Die Nachricht wurde nach einem vertraulichen Gespräch zwischen der Konzernchefin und Landesvertretern bekannt. Verkehrsverantwortliche suchen nun fieberhaft nach Lösungen, bevor eine endgültige Entscheidung fällt.

Die möglichen Kürzungen wurden vom CSU-Verkehrsexperten Jürgen Baumgärtner im Landtag aufgedeckt. Er äußerte sich nach einem nicht öffentlichen Treffen mit der DB-Chefin Evelyn Palla. Die Bahntochter DB Infrago schlug zudem Änderungen bei der Trassenvergabe vor, um Qualität und Kapazität in Einklang zu bringen.

Verkehrsminister Christian Bernreiter lehnte bereits einen Vorschlag ab: die monatelange Sperrung der Strecke München–Rosenheim im Jahr 2028. Allerdings räumte er ein, dass noch unklar sei, wie viele Verbindungen tatsächlich reduziert werden müssten. Die Deutsche Bahn will ihre endgültige Entscheidung bis Ende dieser oder spätestens Anfang nächster Woche bekannt geben.

Das bayerische Schienennetz befindet sich in einem kritischen Zustand – notwendige Sanierungen werden voraussichtlich ein ganzes Jahrzehnt in Anspruch nehmen. Die Grünen fordern unterdessen dringend Landesmittel, um die marode Infrastruktur zu modernisieren.

Eine Entscheidung über die Zugstreichungen steht in den kommenden Tagen an. Falls die Kürzungen beschlossen werden, wären sowohl Fahrgäste als auch der Güterverkehr in ganz Bayern direkt betroffen. Nun müssen Landesregierung und Deutsche Bahn eine Einigung finden, wie sie die Krise bewältigen, während die langfristigen Reparaturarbeiten laufen.

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