Deutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Fahrgäste bleiben unzufrieden
Christina SorgatzDeutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Fahrgäste bleiben unzufrieden
Deutsche Bahn friert Fernverkehrspreise für ein Jahr ein – Kritik von Fahrgastverbänden
Die Deutsche Bahn hat eine einjährige Preisgarantie für Fernverkehrstickets ab dem 1. Mai angekündigt. Die Maßnahme ist Teil der Bemühungen, die Belastungen durch die anhaltende Energiekrise abzumildern. Fahrgastvertreter kritisieren die Entscheidung jedoch als unzureichend – besonders für Reisende, die häufig mit Verspätungen und Zugausfällen konfrontiert sind.
Wie Konzernchefin Evelyn Palla bestätigte, bleiben die Preise mindestens bis Mai 2025 unverändert. Das Unternehmen begründete den Schritt mit den gestiegenen Kosten infolge der Energiemarktkrise. Doch der Fahrgastverband Pro Bahn wies die Maßnahme umgehend als ungenügend zurück.
Detlef Neuß, Ehrenvorsitzender von Pro Bahn, argumentierte, dass eine bloße Preisbremse die grundlegenden Serviceprobleme nicht löse. Er verwies auf die anhaltenden Schwierigkeiten mit Verspätungen und Ausfällen, die die Fahrgäste weiterhin verärgerten. Zudem zweifelte Neuß an, ob die Einfrierung der Preise für Reisende tatsächlich spürbare Entlastung bringe.
Er betonte, dass die Preise im Fernverkehr ohnehin schon je nach Strecke und Nachfrage stark schwanken. Durch das dynamische Preissystem könnten die Tarife auch ohne offizielle Erhöhung deutlich variieren. Neuß schlug vor, eine temporäre Preissenkung wäre für die Fahrgäste die fairere Lösung gewesen.
Die Preisgarantie tritt am 1. Mai in Kraft und gilt für zwölf Monate. Die Deutsche Bahn will damit in wirtschaftlich unsicheren Zeiten Planungssicherheit bieten. Doch angesichts der weiterhin geltenden dynamischen Preisgestaltung und der kritisierten Zuverlässigkeit des Angebots halten Gegner die Maßnahme für unzureichend, um die zentralen Anliegen der Fahrgäste zu adressieren.






