Deutsche Wirtschaft wächst 2026 – doch Lieferketten bremsen Schlüsselbranchen aus
Stefan TrubinDeutsche Wirtschaft wächst 2026 – doch Lieferketten bremsen Schlüsselbranchen aus
Die deutsche Wirtschaft zeigte zu Beginn des Jahres 2026 Anzeichen einer Erholung, mit Wachstum in zentralen Bereichen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,5 Prozent. Sowohl die Inlandsnachfrage als auch die Exporte legten im ersten Quartal zu.
Laut offiziellen Zahlen wuchs die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent. Der private und öffentliche Konsum stieg an und trug so zum Gesamtwachstum bei. Auch die Exporte verzeichneten einen Aufschwung und unterstützten den positiven Trend.
Dennoch kämpfen einige Branchen weiterhin mit Lieferkettenproblemen. Im Januar 2026 meldeten nur 5,8 Prozent aller Unternehmen Materialengpässe. Bis April stieg dieser Anteil jedoch auf 13,8 Prozent der Industriebetriebe, die Schwierigkeiten bei der Beschaffung notwendiger Vorprodukte hatten.
Besonders betroffen blieb die chemische Industrie: 31,1 Prozent der Hersteller litten unter Lieferengpässen. Es folgten die Hersteller von Gummi- und Kunststoffprodukten mit 22,9 Prozent. Auch die Elektroindustrie spürte die Belastung – hier waren 17,2 Prozent der Unternehmen betroffen, während 14,8 Prozent der Maschinenbauunternehmen ähnliche Probleme verzeichneten.
Trotz anhaltender Lieferprobleme in bestimmten Sektoren ist die deutsche Wirtschaft stärker ins Jahr 2026 gestartet. Die jüngsten BIP-Zahlen und die steigende Nachfrage deuten auf eine schrittweise Besserung hin. Materialengpässe belasten jedoch weiterhin Schlüsselbranchen, insbesondere die Chemieindustrie und den verarbeitenden Sektor.






