Deutsche Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognosen drastisch – Rezession droht bis 2027
Stefan TrubinDeutsche Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognosen drastisch – Rezession droht bis 2027
Führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre drastisch nach unten korrigiert. Die überarbeiteten Zahlen zeigen eine deutlich schwächere Konjunktur als noch vor wenigen Monaten erwartet. Als Hauptgründe für die Abkühlung nennen Analysten steigende Energiepreise und geopolitische Spannungen.
Die Institute werden ihre gemeinsame Wirtschaftsvorhersage am Mittwoch, den 17. Mai 2023, veröffentlichen. Ihre neuesten Schätzungen stellen eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem vorherigen Bericht dar, der etwa ein halbes Jahr zuvor erschienen war. Damals hatten sie noch mit einem BIP-Wachstum von 1,3 Prozent für 2023 und 1,4 Prozent für 2024 gerechnet.
Jetzt erwarten sie für 2023 nur noch ein Plus von 0,6 Prozent. Die deutliche Abwärtskorrektur folgt auf einen Rückgang um 0,2 Prozent im Jahr 2024 – damit steht fest, dass die deutsche Wirtschaft zwei Jahre in Folge in der Rezession steckt. Als zentrale Ursachen gelten die eskalierende Krise im Iran sowie stark gestiegene Öl- und Gaspreise, die sowohl Unternehmen als auch Privathaushalte belasten.
Auch die Aussichten für die kommenden Jahre bleiben düster. Für 2027 prognostizieren die Institute ein BIP-Wachstum von lediglich etwa 1 Prozent – deutlich weniger als in früheren Schätzungen angenommen. Die anhaltende Schwächephase spiegelt die anhaltende Unsicherheit auf den globalen Energiemärkten sowie die fortbestehenden wirtschaftlichen Belastungen im Inland wider.
Die aktuelle Prognose unterstreicht die anhaltenden Konjunkturprobleme Deutschlands: Das Wachstum wird voraussichtlich bis 2027 schwach bleiben. Höhere Energiepreise und geopolitische Instabilität haben zu wiederholten Abwärtskorrekturen gezwungen – Optimismus ist kaum noch angebracht. Politik und Wirtschaft müssen ihre Pläne anpassen, da das Land eine längere Phase der Wachstumsschwäche bevorsteht.






