Deutschland verpasst EU-Frist für mehr Lohntransparenz am Arbeitsplatz
Christina SorgatzDeutschland verpasst EU-Frist für mehr Lohntransparenz am Arbeitsplatz
Deutschland hat die Frist zur Umsetzung der neuen EU-Regeln zur Gehaltstransparenz verpasst. Das Land hätte die EU-Richtlinie zur Lohntransparenz bis zum 7. Juni 2023 in nationales Recht umsetzen müssen. Das Gesetz soll Lohnunterschiede zwischen Beschäftigten transparenter und offener gestalten.
Das Bundesfamilienministerium bestätigte die Verzögerung. Beamte begründeten dies damit, dass vor der Einführung der Vorschriften weitere Abstimmungen notwendig seien. Dadurch wurde die Frist verpasst.
Die Richtlinie zielt darauf ab, Arbeitnehmern Einblick in Gehaltsgefälle innerhalb von Unternehmen zu verschaffen. Arbeitgeber werden verpflichtet, Gehaltsinformationen offener zu kommunizieren. Franziska Martin, Redakteurin mit Schwerpunkt Arbeitswelt, berichtet regelmäßig über solche Regelungen und deren Auswirkungen auf Beschäftigte.
Durch die Verzögerung muss Deutschland nun schneller handeln, um die EU-Vorgaben zu erfüllen. Unternehmen und Arbeitnehmer müssen länger auf die neuen Transparenzregeln warten. Ein überarbeiteter Zeitplan für die Umsetzung steht vom Ministerium bisher noch aus.






