07 June 2026, 04:28

DGB fordert betriebliche Altersvorsorge für alle Beschäftigten – auch ohne Tarifvertrag

Rentenreform: DGB-Chef Fahimi fordert verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer mit Arbeitgeberzuschuss

DGB fordert betriebliche Altersvorsorge für alle Beschäftigten – auch ohne Tarifvertrag

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt sich für eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein. Derzeit verfügen rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland über keine solche Absicherung – oft, weil ihre Arbeitgeber nicht an Tarifverträge gebunden sind. DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi hat nun Pläne vorgelegt, dies durch Tarifverhandlungen zu ändern.

Fahimis Vorschlag sieht vor, dass betriebliche Renten als Zusatzvorsorge gestaltet und gemeinsam von Arbeitgebern mitfinanziert werden. Sie betont, dass Unternehmen die Verantwortung teilen sollten, statt die gesamten Kosten allein zu tragen. Der DGB ist bereit, im Namen aller Beschäftigten zu verhandeln – auch für diejenigen, die nicht unter klassische Tarifverträge fallen –, indem sie in bestehende Rentensysteme unter vereinfachten Bedingungen integriert werden.

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Die Gewerkschaftschefin räumt ein, dass es aufgrund wirtschaftlicher Belastungen Widerstand geben könnte. Gleichzeitig verweist sie auf höhere Pflichtbeiträge zur Altersvorsorge in anderen europäischen Ländern – oft 20 Prozent oder mehr – als Beleg dafür, dass der Plan umsetzbar ist. In diesen Ländern zahlen Arbeitgeber häufig einen größeren Anteil als in Deutschland.

Konkrete Details zu den DGB-Plänen für eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge sollen bis Ende des Monats veröffentlicht werden. Würde das Modell umgesetzt, erhielten Millionen Beschäftigte ohne aktuelle Absicherung Zugang zu einer betrieblichen Rente. Arbeitgeber würden sich dabei an den Beiträgen beteiligen und so die finanzielle Belastung für die Beschäftigten verringern. Die nächsten Schritte des DGB werden zeigen, wie die Verhandlungen mit nicht tarifgebundenen Unternehmen geführt werden sollen.

Quelle