Die Linke wählt neue Führung und positioniert sich klar im Gaza-Konflikt
Franz-Peter SchachtDie Linke wählt neue Führung und positioniert sich klar im Gaza-Konflikt
Die Linke hat auf einem richtungsweisenden Parteitag in Potsdam eine neue Führung gewählt und ihre Haltung zum Gaza-Konflikt präzisiert. Drei Tage lang berieten Delegierte über die künftige Ausrichtung der Partei und diskutierten interne Streitfragen. Zudem wurden zwei gleichberechtigte Vorsitzende gewählt, die die nächste Phase der Partei gestalten sollen.
Luigi Pantisano setzte sich mit 53 Prozent der Stimmen als neuer Co-Vorsitzender durch. Er löst Jan van Aken ab, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidierte. Ines Schwerdtner wurde mit 86 Prozent der Stimmen in ihrem Amt bestätigt – ein Zuwachs gegenüber ihrem Ergebnis von 80 Prozent im Jahr 2024. Beide Kandidaten traten ohne Gegenkandidaten an.
Ein zentraler Punkt der Veranstaltung war die Positionierung der Partei zu Israels Vorgehen in Gaza. Nach kontroversen Debatten einigten sich die Delegierten darauf, die Militäroperationen offiziell als Völkermord zu bezeichnen. Die Frage hatte die Partei gespalten, mündete jedoch in einen Kompromiss.
Der Parteitag unterstrich auch die mögliche Schlüsselrolle der Linken in Ostdeutschland. Angesichts anstehender Landtagswahlen könnte die Partei bei der Bildung neuer Regierungen eine entscheidende Funktion einnehmen.
Mit klarer Führung und einer definierten Haltung zum Gaza-Konflikt geht die Linke nun in die nächste politische Phase. Pantisano und Schwerdtner werden die Partei durch die kommenden Regionalwahlen führen – ihre Rolle könnte sich als wegweisend für künftige Koalitionen erweisen.






