Ein umstrittenes Foto bringt CDU und AfD in Berlin näher zusammen
Christina SorgatzEin umstrittenes Foto bringt CDU und AfD in Berlin näher zusammen
Ein aktuelles Foto des CDU-Politikers Guido Heuer und des AfD-Mitglieds Ulrich Siegmund hat in Berlin für heftige Reaktionen gesorgt. Die Aufnahme, entstanden während einer Podiumsdiskussion, wird als symbolischer Bruch der politischen Isolation der AfD durch die anderen Parteien gewertet.
Der Moment ereignete sich, als sich Heuer und Siegmund wegen eines defekten Mikrofons näher kamen. Diese kleine Geste löste Erschütterungen in der deutschen Politik aus. Die Grünen kritisierten seitdem die CDU dafür, nicht genug Abstand zur AfD zu wahren.
Die AfD ist derzeit mit 29 Prozent in den Umfragen stärkste Kraft in Deutschland – neun Punkte vor der CDU. Eine absolute Mehrheit der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September erscheint damit möglich.
ZDF-Moderator Markus Lanz hat öffentlich die gezielte Ausgrenzung von AfD-Politikern durch andere Parteien kritisiert. Unterdessen warnte Eva von Angern, Fraktionschefin der Linken auf Landesebene, vor jeder Form der Zusammenarbeit mit der AfD. Der politische „Cordon sanitaire“ in Berlin bröckelt, sein Zusammenbruch scheint fast unvermeidlich.
Das Foto hat die Debatten über den wachsenden Einfluss der AfD weiter angeheizt. Die steigende Zustimmung und der mögliche Wahlsieg in Sachsen-Anhalt deuten auf einen Wandel in der deutschen Politik hin. Die traditionellen Grenzen zwischen den etablierten Parteien und der AfD geraten zunehmend unter Druck.






