Eli Lilly streicht Milliardeninvestition in Alzey – nur noch halb so viele Jobs
Christina SorgatzEli Lilly streicht Milliardeninvestition in Alzey – nur noch halb so viele Jobs
Eli Lilly kürzt Investitionen in Weight-Loss-Fabrik in Alzey drastisch
Der Pharmakonzern Eli Lilly hat massive Kürzungen bei den geplanten Investitionen in ein Werk für Gewichtsverlust-Spritzen in Alzey, Rheinland-Pfalz, bekannt gegeben. Statt der ursprünglich vorgesehenen 2,3 Milliarden Euro fließen nun nur noch 1,15 Milliarden Euro in das Projekt. Die Entscheidung fällt kurz nach der Ankündigung Deutschlands, ein neues Spargesetz unter Gesundheitsministerin Nina Warken einzuführen.
Die reduzierte Version des Werks soll zwar wie geplant 2027 den Betrieb aufnehmen, jedoch mit deutlich geringerer Kapazität. Statt 1.000 neuen Arbeitsplätzen werden nur noch 500 geschaffen. Bisher wurden bereits über eine Milliarde Euro in die hochmoderne Anlage investiert.
Das Unternehmen warnt, Deutschland riskiere, im internationalen Wettbewerb um die Unterstützung seiner Industrie zurückzufallen. Sollten die Rahmenbedingungen eine rentable Markteinführung verhindern, könnte Eli Lilly sogar neue Medikamente vom deutschen Markt fernhalten. Gleichzeitig versprach der Konzern Transparenz bei solchen Entscheidungen.
Die umgelenkten Mittel könnten stattdessen in ein Werk im US-Bundesstaat Pennsylvania fließen oder an einen noch zu errichtenden neuen Standort. Die Entscheidung spiegelt die wachsenden Bedenken gegenüber dem deutschen Wirtschaftsstandort angesichts der neuen Sparmaßnahmen wider.
Die gekürzten Investitionen schränken nicht nur den Umfang der Fabrik und die Arbeitsplatzentwicklung ein – Eli Lillys Drohung, Medikamente zurückzuhalten, unterstreicht auch die möglichen Folgen für den deutschen Pharmasektor. Die Entscheidung markiert eine strategische Neuausrichtung des Unternehmens für die Region.






